ADAM 2008
„Die Jury hat ganze Arbeit geleistet und ihr Urteil diszipliniert, kompetent und demokratisch gefällt. Und Spaß hat es außerdem gemacht“, so fasst Dr. Anja Wagner vom Fachmagazin m+a-report die Arbeit der Preisrichter zusammen.
Und auch dieses Jahr war Juryarbeit harte Arbeit denn es galt 114 Einreichungen zu beurteilen. Das ist Einreichungsrekord in der achtjährigen Geschichte des Awards, bei dem die Crème de la Crème in Sachen Marken- und Messeauftritte um die begehrten Trophäen in Gold, Silber und Bronze kämpft. „Da ist es wichtig, dass die Jury kritisch aber konstruktiv und konsensorientiert arbeitet“, weiß Jury-Mitglied Harald Kötter vom AUMA, denn Einstimmigkeit war auch in diesem Jahr Pflicht für die Preisvergabe.
Gerne hätten die Preisrichter 114 Awards vergeben, doch es galt, den olympischen Gedanken umzusetzen. „Leider können immer nur drei oder maximal vier Einreichungen ausgezeichnet werden“, fasst Jury-Sprecher Michael Spang das Dilemma zusammen. „Herausragend war für mich die Vielzahl von so konsequent und stringent umgesetzten Messeauftritten auf hohem Niveau und für unterschiedlichste Branchen“. „Einige Bewerber hatten extrem gute Bilder und Ansichten für die ’Pappen’ erstellt, hier zeigt sich das Engagement nicht nur einen perfekten Stand zu entwickeln sondern auch bei der Bewerbung perfekt zu sein“, ergänzt Jurymitglied Eberhard Schneider von der F.A. Porsche AG.
Die Qual der Wahl
Schwierig war auch: Es ballten sich die Einreichungen insbesondere in zwei Kategorien. Positiv gilt zu bemerken: Es gab mehr „S“-Einreichungen. Mehr Architekten, Messebau-Unternehmen und Aussteller haben sich dieses Jahr dazu entschieden, auch ihre kleinen Projekte ins Rennen zu schicken. Und es hat gewirkt: Erstmals wurden bei den „Kleinen“ vier Preise vergeben.
Insgesamt lässt sich festhalten: Die Jury hat sehr kompetente und beeindruckende Lösungen in sehr hoher Qualität gesehen. „Das betrifft sowohl die Präsentation der Projekte als auch die Messeauftritte selbst“, beschreibt Katja Bustorff die Einreichungen. „Herausragend waren für mich persönlich die Projekte, die sich in den Bereich des Poetisch-Künstlerischen ‚vorgewagt‘ haben und die den Menschen wieder mehr in den Mittelpunkt rückten“.
Neue Kategorie Nachhaltigkeit
In der Kategorie „Nachhaltigkeit“ wünschte sich die Jury Projekte, die sich neben dem effizienten Zusammenspiel von Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung auch durch eine stringente Umsetzung der Konzeptidee über mehrere Veranstaltungen und bei unterschiedlichen Formaten auszeichnen. Im Sinne der Markenkommunikation erfährt der Begriff so eine vierte Dimension: Die Wiedererkennbarkeit im Sinne der Corporate Identity.
In diesem Jahr hat sich die Jury entschlossen, in der neuen Kategorie „Nachhaltigkeit“ keinen Preis zu vergeben, weil die eingereichten Konzepte zwar in einzelnen Teilen, aber nie in allen Facetten der Nachhaltigkeit gerecht wurden.
Konsequenz und Stringenz
Bleibt nur noch zu sagen: Jede ADAM-Einreichung ist ein Gewinner: Auftraggeber haben im Vorfeld des Auftritts geplant, wie sie erfolgreiches Marketing mit der Messebeteiligung oder der Brandworld betreiben. Dienstleister – Architekten, Designer, Kommunikationsspezialisten – haben aus den Zielen des Auftraggebers eine räumliche Inszenierung geschaffen, die dessen Kunden anspricht. Wir freuen uns schon jetzt auch die Gewinner 2009.


