adam 2001 - messebeteiligungen im ausland - gold
Deutschland als Ehrengast des Pariser Salon du Livre 2001
Architekt / Designer: Scheßl / Weismüller Architekten, Düsseldorf
Kunde / Aussteller: Ausstellungs- und Messe GmbH des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Frankfurt
Messebau-Unternehmen: Design in Berlin GmbH, Berlin
Weitere beteiligte Partner: bel epok GmbH Köln (Corporate Design + Printmedien)
Eine ungewöhnliche Inszenierung räumte auf mit dem Klischee, Deutschland sei ein Land der Begrenztheit, Schwerfälligkeit und Langsamkeit. Die Besucher des Pariser Salon du Livre erlebten auf 660 qm ein offenes, dynamisches und junges Deutschland, dass in einer schwungvollen Atmosphäre zu einem lebendigen deutsch-französischen Literaturaustausch einludt. Das Ziel, Deutschland als ein Land der Offenheit zu präsentieren, wurde bei der Gestaltung des Messestandes wörtlich genommen und ließ einen Messeauftritt entstehen, der ganz ohne Wände auskam. Die räumliche Gliederung im Innern übernahm eine wellenförmige Bodengestaltung über der langgestreckte Büchertische schwebten. Nach außen wurde der Stand durch einen abgehängten Vorhang aus 300 Leuchtstofflampen gefasst, deren Strahlen die Besucher förmlich auf den Stand „sogen“. Aufteilung, Farbe und Form der Standarchitektur und die inhaltlichen Schwerpunkte des Messeprogramms spiegelten sich im Corporate Design wider. Die schwungvolle Welle der Standarchitektur und der Printmaterialien entwickelte sich mit dem persönlichen Auftreten einer jungen Autorengeneration zum Motto für den gesamten Auftritt: „nouvelle vague de la littérature allemande“. Der offene Raumplan, entstanden aus einer klaren Material- und Formsparche, bot Platz für ein differenziertes Nutzungsprogramm mit Buchausstellung von 150 deutschen Verlagen mit 1200 Titeln, Live-Performances, einer Eröffnungsgala, Multimediapräsentation und vieles mehr. Der gesamte Auftritt war nach dem Urteil der deutschen Botschaft in Paris das größte kulturelle deutsche Ereignis der letzten 10 Jahre in Paris.
adam 2001 - messebeteiligungen im ausland - silber
Mercedes Benz „The Story of Passion“, 12. North American International Auto Show 2001, Detroit (USA) und Genf (Schweiz)
Kommunikation: Atelier Markgraph GmbH, Frankfurt
Kunde / Aussteller: DaimlerChrysler AG, Stuttgart
Messebau-Unternehmen: DISPLAY INTERNATIONAL Schwendinger GmbH & Co. KG, Würselen
Weitere beteiligte Partner: bürlingschindler Freie Architekten BDA, Stuttgart
Der Messeauftritt in Detroit ist die erste Station in einem langfristig angelegten internationalen, integrierten Kommunikationskonzept, das die „Story of Passion“ – die Geburt der Marke Mercedes – transportiert. Einzelne Inhalte der hundertjährigen Geschichte wurden dafür die in zehn Kapiteln aufbereitet und auf zehn Monate (Dezember 2000 bis September 2001) verteilt, deutliche Akzente bilden dabei die großen internationalen Automessen 2001. In der „Hall of Personalities“, die sich als Allee durch den Stand zieht, begegnet der Besucher zu Paaren gruppierten Personen die die Leistung der Marke verkörpern und mit ihrer Leidenschaft dazu beitragen, die Marke in die Zukunft zu tragen. Auch im „Story of Passion“-Film, der auf einer zentralen LED-Fläche gezeigt wird, tauchen die Paare auf. Er wurde für den Einsatz auf Messen, in Showrooms und Kundencentren modular konzipiert und prägt den visuell und tonal köhärenten Auftritt der Marke. Episoden fokussieren die Stärken der Marke, verknüpfen Geschichten aus der Vergangenheit, der Gegenwart und Zukunft von Mercedes-Benz. In der Porträtgalerie werden die Stories vertieft durch Porträts, Texte, Filmeinspielungen und charakteristische Exponate, die wie Schmuckstücke in Stelen präsentiert werden - Preziosen aus der Mercedes-Geschichte. Zusammen mit den großen Messeauftritten in Genf und Frankfurt bildete „The Story of Passion“ in Detroit ein Orchester von Kommunikationsinstrumenten durch die der Emotionsgehalt der Marke erlebbar und nachhaltig gestärkt wurde.
adam 2001 - messebeteiligungen im ausland - bronze
Lamborghini Messeauftritt Bologna Motor Show 1999, Bologna
Architekt: Schmidhuber + Partner, München
Designer: KMS Team, München
Kunde / Aussteller: Automobil Lamborghini S.p.A., Sant'Agata Bolognese
Messebau-Unternehmen: Ernst F. Ambrosius & Sohn GmbH, Frankfurt
Als neuer Eigner von Automobil Lamborghini wollte Audi mit dem vollständig überarbeiteten Diabolo GT ein deutliches Zeichen setzen. KMS realisierte ein Konzept, das auf der Vorstellung eines sakralen Raums basiert. Zwei Diabolos standen wie auf einer Theaterbühne 70 cm über dem Zuschauerniveau, ganz nah – und doch unerreichbar. Im Hintergrund gewährte ein monolithisch-schwarzes Gebäude durch scharfkantige Schlitze Einblick auf ein weiteres Fahrzeug, zu dem nur geladene Gäste gelangen konnten. Von einer Freitreppe aus konnte man die beiden Diabolos und deren Bewunderer aus einer Back-Stage-Position beobachten. Als wohltuender Kontrast zur lauten, bunten Ausstellung tauchte der Klang einer Mezzosopranstimme die Treppensitzer in eine entspannende Welt. Neben der Musik verliehen Projektionen von weißen Pendeln, die ruhig und kraftvoll ihre Bahn auf der Fassade des VIP-Gebäudes zogen, dem Stand einen fast sakralen Charakter. Die Inszenierung wurde von den Zuschauern spontan verstanden: die symbolische Darstellung von Kraft und Zeit, Raum und Geschwindigkeit. Eine Serie von Werbemitteln sowie Give-aways, deren Design den exklusiven Anspruch der Marke Lamborghini angemessen widerspiegelten, gehörten zu den begleitenden Kommunikationsmitteln. Zum System der schwarzen Lamborghini-Hüllen gehörten auch die Materialmustermappen für die Lackierung und das Interieur (Lederarten). Insgesamt gibt es in diesem Look bis heute sieben Objekte, die bei den Besitzern inzwischen den Status von „Collectors Items" erlangt haben.