adam 2001 - sonderpreis der jury
Fachhochschule Köln, Fachbereich Architektur, Internationale Möbelmesse 2001, Köln
Architekt / Designer, Aussteller, Messebau: Projektsemester 2000 / 2001, Fachbereich Architektur der Fachhochschule Köln
Das ein außergewöhnlicher Messestand nicht unbedingt aus der Hand eines renommierten Architekten stammen muss, stellte das Low-Budget Projekt der Kölner Architekturstudenten anschaulich unter Beweis. Die Studenten des Projektsemesters 2000 / 2001 der Fachhochschule Köln realisierten für die Internationale Möbelmesse 2001 einen in der Form und Konstruktion außergewöhnlichen Messestand, der den Lehrinhalt des Fachbereichs Architektur repräsentierte und sich zugleich dem historischen Kontext der besonderen Architektur der Lichtharfe (Halle 6 der Kölner Messe) widmete. Das Ergebnis war ein aus hölzernen Fragmenten gebildetes Objekt das von einem Wasserspiegel umschlossen war. Der aus reinen, natürlichen Materialien gebildete Raum verkörperte den Fachbereich, der sich aus Professoren, Studenten, Mitarbeitern, einzelnen Fächern und Schwerpunkten sowie Meinungen, Vorbildern und Ansichten zusammensetzte. Verschiedene Projekte aus dem Bereich Entwerfen, Objekt und Raumgestaltung präsentierten sich einer dekonstruierten Raumstruktur in Lichtkuben und Klang-Oasen. Den Bezug zu architektonischen Lehrinhalten, Stilrichtungen und Auffassungen stellten Dachlatten her, die mit aussagekräftigen und wegweisenden Zitaten und Sprüchen bestückt waren. Der historische Kontext der Lichtharfe und die außergewöhnliche Architektur der Halle 6 spiegelte sich in einem Lichtkonzept wider, mit dem das Objekt im Raum inszeniert war: Die abgedunkelte Halle war in blaues, gleißendes Licht getaucht, während der Messestand selbst mit glühenden, leicht pulsierenden Orangetönen bespielt wurde.
adam 2001 - sonderpreis der jury
„Shaping the Future of Print Media“, Drupa 2000, Düsseldorf
Architekt / Designer: Atelier Markgraph GmbH, Frankfurt
Kunde / Aussteller: Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg
Messebau-Unternehmen: Ernst F. Ambrosius & Sohn GmbH, Frankfurt
Ein Messeauftritt inszeniert als sichtbare Kommunikation und als architektonisch umgesetzte Visitenkarte des Unternehmens: Auf der Drupa 2000 präsentierte die Heidelberger Druckmaschinen AG in zwei Hallen und auf 13.000 qm Standfläche die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. An die Stelle des traditionellen Maschinenherstellers tritt der Anbieter von Lösungen für die gesamte Prozeßkette, von Repress über Press bis hin zu Postpress. Ziel des Messeauftritts war, die neue Identität zu präsentieren und einen weltweit einheitlichen Markenauftritt zu schaffen. Impulsgeber für die Coporate Architecture des Messeauftritts war die Bewegung des Papiers im Druckprozeß, die in ein flexibles System architektonischer Grundformen umgesetzt wurde. Durch die strukturierende Anordnung der Grundelemente entstand Raum für die Ausstellung der Produkte, ein architektonischer Rahmen für Live-Präsentationen sowie eine ruhige und angenehme Atmosphäre für den persönlichen Dialog. Große Portrait- und Textbanner an und in den beiden Hallen zeigten die intensive Auseinandersetzung der Heidelberger Druckmaschinen AG mit ihren Kunden und der Neupositionierung als Gesamtlösungsanbieter. Orientierung durch die komplexe Fülle der neuen Lösungsangebote des Unternehmens bot ein Messekompaß, der sowohl eine leicht nachvollziehbare Navigationsstruktur als auch wesentliche Informationen zu den präsentierten Lösungsangeboten beinhaltete. Mit der Drupa 2000 gelang der erste und wichtigste Schritt für die Implementierung einer weltweit einheitlichen Unternehmensidentität. Auf der Basis des neuen Kommunikationskonzepts entstanden Guidelines für alle Corporate Trade Shows sowie ein Manual zum Ausbau der Heidelberger-Showrooms rund um die Welt.
adam 2001 - sonderpreis der jury
Afrika-Pavillon, EXPO 2000, Hannover
Architekt / Designer: MAR ARCHITECTS, Düsseldorf
Kunde / Aussteller: GTZ GmbH, Eschborn
Messebau-Unternehmen: PICO ART INT'L PTE LTD, Singapore
Die eigene, vitale und unverbrauchte Sehweise für das Leben – „a feeling for life“, die Afrika als Kontinent kennzeichnet zeigen und gleichzeitig der Vielfalt der einzelnen Länder und Kulturen Raum geben; das war die Aufgabe, die dem EXPO-Auftritt zugrunde lag. Eine der geographischen Anordnung der Länder folgende Anordnung und eine Gesamtinszenierung mit charakteristischen Materialien, Farben und Formen, die den Kontinent und seine Einzelstaaten sinnlich erfahrbar werden ließ, war die Lösung. Ein riesiges Farbsegel mit afrikanischen Mustern gab der Halle von außen ein prägnantes Gesicht. Im Innern erwartete die EXPO-Besucher als Dreh- und Angelpunkt ein weithin sichtbares Lebenssymbol, das tief im Boden verankert und mit der Spitze die Grenzen der technischen Konvention sprengend für zwei Aspekte stand: Afrika als Wiege der Menschheit und als vitaler und aufstrebender Kontinent. Die verwendeten Materialien waren vorzugsweise natürlichen Ursprungs und Sinnträger für den Reichtum des Kontinents. Farben, Formen und Stoffe versinnbildlichten die vielfältigen Kulturen und Symbole der Menschen. Musik, Ton und rhythmische Klänge waren selbstverständlicher Bestandteil und ließen eintauchen in eine faszinierende Vielfalt. Unterthemen wie Wasser, Ernährung und Bauweisen wurden in den Einzelpräsentationen der Länder dargestellt. Mit dem Konzept des EXPO-Auftritts gelang es, Afrika als ein Land des „Gebens“ zu zeigen und „the gift of africa“ als bewußten Kontrapunkt zu der überwiegend High-Tech orientierten EXPO zu präsentieren.

