Adam 2005 - Kategorie L bis 500m² - Gold
Premium Paper Performance by Munksjö auf der Interzum 2005
Kunde: Munksjö Paper GmbH
Architektur: häfelinger + wagner design gmbh, München
Messebau: WeimerSteinbergVega GmbH, Langenzenn
Munksjö ist weltweit einer der wichtigsten Zulieferer von Dekorpapier für die Holzwerkstoffindustrie. Dekorpapier wird bedruckt, imprägniert und anschließend z.B. auf Spanplatten laminiert. Diese werden dann bei der Herstellung von Möbeln, Fußböden etc. verwendet.
Seit Jahren präsentiert Munksjö auf Messen in erster Linie sein Markenimage und verzichtet auf die reine Produktausstellung, da nicht Neukundenakquise, sondern Kontaktpflege im Vordergrund steht: Die Gäste kennen das Leistungsspektrum bereits. Auch 2005 will sich das Unternehmen als starker und innovativer Anbieter zeigen und durch Erlebnisarchitektur einen geeigneten Kommunikationsrahmen schaffen. Die Anlage soll den Charakter des Unternehmens in Form einer Geschichte widerspiegeln. Es entsteht die Idee einer großen Schleife in Papieroptik. Ihre Form symbolisiert die Unendlichkeit. Sie wird baulich als Stahlrahmenkonstrukt umgesetzt und steht diagonal zum Standgrundriss. Verkleidet wird sie mit hellem Sperrholz, so dass der optische Eindruck eines riesigen frei schwebenden Papierbandes entsteht. Im gleichen grafischen Stil sind die Einladungen gehalten.
Die Gäste sind von der klaren Ästhetik der Konzeption begeistert und bewerten auch die dort stattfindende Kommunikation als besonders gelungen. Auch die Munksjö-Mitarbeiter äußern Stolz, für ein Unternehmen mit einem derart ansprechenden Messeauftritt tätig zu sein.
Statement der Jury:
Eine minimalistische Designidee wurde zu einer kraftvollen großen Geste. Das Unendlichkeitssymbol wurde zur „unendlichen Geschichte“, denn das Unternehmen wurde charakterisiert, ohne dass der Auftritt zu produktbezogen geriet. Die außergewöhnliche und überaus klare Formensprache machten den Messeauftritt zu dem Highlight der Messe.
Der Stand machte überzeugend deutlich, dass Zeichenhaftigkeit und Reduktion mehr Kraft entwickeln und Eindeutigkeit vermitteln können als die Versuche, die Fülle eines Leistungsspektrums durch Produktpräsentationen darzustellen. Der positive Anklang bei den Besuchern leistete darüber hinaus noch einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeitermotivation.
Adam 2005 - Kategorie L bis 500m² - Silber
Swinging Metal, Gemeinschaftsstand der Corus Bausysteme GmbH, Fischer Profile GmbH und Montana AG auf der Bau 2005
Kunde: Corus Bausysteme
Architektur / Design: Luis Ocanto-Arciniegas, Architekt, Dortmund
Brücken, Dächer und Wandkonstruktionen sind das Hauptangebotsspektrum der drei Aussteller dieser Gemeinschaftspräsentation. Zudem ist Corus im Markt kein Unbekannter: Das mit Corus-Dach- und Wandsystemen verkleidete Hauptgebäude von BMW in Leipzig hat den Deutschen Architekturpreis 2005 gewonnen. Diesem Anspruch gilt es, mit dem Messeauftritt gerecht zu werden.
Es werden „Brücken“ errichtet, die einerseits die Zugehörigkeit der Unternehmen zum Mutterkonzern symbolisieren, andererseits als Exponat die Produkte der einzelnen Marken präsentieren und deren individuellen Charakter wahren.
Zudem ist die Standgestaltung betont offen angelegt, denn der Kommunikation mit den Gästen wird der Vorzug vor massiver Produktvorstellung gegeben.
Gebaut werden sieben große Metallbögen mit unterschiedlicher Oberflächenstruktur, sogenannte Portiko-Module. Hergestellt sind sie aus Corus-Materialien; jeweils zwei stehen für eine der drei Marken, die siebte überspannt den VIP-Bereich. Zwischen dieser Raumkonstruktion entstehen große offene Bereiche, die dem Stand die kommunikationsfördernde Transparenz verleihen.
Die Produkte werden auf Stelen in der Firmenfarbe Rot präsentiert, jedoch nur sparsam mit Text versehen. Diesen finden Interessenten in einem kleinen Corus-roten Messeguide, der in jede Hosentasche passt und gerne mitgenommen wird. Spezifische Informationen für Architekten und Ingenieure sind auf USB-Sticks gespeichert, die als Give-away dienen.
Einer eigenen Umfrage zufolge kann die Corus-Group ihren Bekanntheitsgrad durch den Messeauftritt erheblich steigern. Der Stand zieht einen breiten Besucherstrom an, es werden je 2.000 Broschüren und Messeguides verteilt.
Statement der Jury:
Eine vielschichtige Anforderung wurde visuell beeindruckend klar realisiert.
Es gelang, sowohl das Unternehmensportfolio originell und unaufdringlich zu präsentieren als auch in eine wirkungsvolle Kommunikation mit der Zielgruppe zu treten. Der Messestand zeigte eine geglückte Verbindung von Kommunikations- und Produktstand, ohne dass einer der beiden Funktionsbereiche zu kurz kam.
Adam 2005 - Kategorie L bis 500m² - Silber
Der Messestand als urbaner Raum, Präsentation der Alape GmbH auf der ISH 2005
Kunde: Alape GmbH
Architektur: Andrea Jürgens, Architektin, Bad Harzburg
Messebau: Alape GmbH, Goslar
Alape bietet weltweit erfolgreich individuelle Lösungen zur Gestaltung von Bädern und Waschplätzen an. Bei seinem Messeauftritt will das Unternehmen auf den persönlichen Mehrwert hinweisen, den das Systemkonzept dem Verbraucher bietet. Daher soll der Stand besonders die Anordnung der Produkte und die Komponentenphilosophie in den Mittelpunkt rücken. Dem Firmenslogan „Shaping Space“ folgend wird das Ausstellungsareal in einen urbanen Raum verwandelt. Entsprechend der Sortimentsstruktur wird auch der Raum klar strukturiert, er ist an drei Seiten geschlossen, die offene Seite grenzt an die Laufzone in der Messehalle. Die verschiedenen Produktfamilien werden auf unterschiedlichen Bodenhöhen ausgestellt. Eine 14 m lange Wandnische enthält Muster der einzelnen Komponenten, weitere optisch separate Räume präsentieren Gestaltungsbeispiele. Zusätzlich hängen Stofffahnen in der Alape-Farbe Gelb mit Abbildungen von Komponenten von der Decke. Von einem Podest aus gesehen verdichtet sich die Summe der Stofffahnen zu einem Panoramabild eines komplett ausgestatteten Waschplatzes. Das Podest selbst befindet sich im Zentrum der Ausstellung und ist die Präsentationsplattform für die Produktneuheiten. Die Standarchitektur ist geometrisch-puristisch und in neutralem Weiß gehalten, das Lichtkonzept beschränkt sich auf die Ausleuchtung der Exponate, auf weitere Dekoration wird ebenfalls verzichtet, da die Produkte für sich selbst sprechen sollen. Ein Lounge-Bereich an der Peripherie rundet den Auftritt ab.
Bereits unmittelbar nach dem Ende der ISH erreichten Alape die ersten Anfragen von Interessenten sowohl nach einzelnen Produkten als auch nach der Entwicklung ganzer Konzepte.
Statement der Jury:
Der Auftritt von Alape ist ein perfekter Markenstand, denn hier steht das Unternehmen als Ganzes im Vordergrund und nicht einzelne Produkte. Dies wird sowohl durch die Standarchitektur erreicht als auch durch jede der Produktpräsentationen, in denen sich das Markenimage des Unternehmens widerspiegelt. Die positive Resonanz der Messebesucher verdeutlicht, dass der Aussteller sein Kommunikationsziel erreicht hat. Die Profilierung der Marke als Systemanbieter war erfolgreich.
Adam 2005 - Kategorie L bis 500m² - Bronze
Sample, Messeauftritt der D’Art Design Gruppe auf der EuroShop 2005
Kunde: D’Art Design Gruppe GbR Form und Raum
Architektur: D’Art Design Gruppe GbR Form und Raum, Neuss
Messebau: ACES Realisation von Designprojekten GmbH, Neuss
Die D’Art Design Gruppe stellt sich auf der EuroShop 2005 mit einer Eigenpräsentation als kompetenter Kommunikationsdienstleister vor. Gemäß der Unternehmensphilosophie wird Kommunikation nicht nur als zielorientierter Austausch von Fakten verstanden, sondern als ein lebendiger Prozess. Der Mehrwert der Dienstleistung besteht darin, diesen Prozess als ein angenehmes und einprägsames Erlebnis für die Besucher zu gestalten.
Aus dieser vorgeschalteten Idee geht das Auftrittskonzept hervor, den Gästen ein „ergebnisoffenes“ Erlebnis zu schaffen. Im Vordergrund stehen Begegnung und Kontaktaufnahme, für die D’Art Design nur als Impulsgeber fungiert.
Der Stand wird als offene Fläche gestaltet, auf der 16 „Samples“ aufgebaut sind, Stationen, auf denen Erlebnisse „gesammelt“ werden können. Alle Stationen werden aus hüfthohen Theken gebildet. Jedes „Sample“ bietet den Gästen ein ganz eigenes sinnliches Abenteuer. Man kann an einem Tulpenbeet riechen und mit den Händen über Gras streichen, Tischkick oder mit Slotcars spielen. Einige „Samples“ sind etwas eindeutiger auf D’Art Design bezogen, enthalten Schaukästen mit Projektpräsentationen oder LED-Newsticker mit persönlichen Statements der Mitarbeiter. Gleichzeitig wird der Besucher zum Jäger und Sammler, denn an zehn Station liegen Broschüren als „Samples“ aus, die die Brücke vom einzelnen Exponat zum Unternehmen schlagen. Die Besucher verweilen überdurchschnittlich lange auf der Standfläche und kommunizieren lebhaft miteinander. Überraschenderweise entwickelt sich der Tischkicker zum heimlichen Star und wird mehrfach geordert, so dass er ins reguläre Produktangebot aufgenommen wird.
Statement der Jury:
Der Messeauftritt zeigt eine gelungene Verbindung von Einheit und Vielfalt. Die Anordnung der verschiedenen Stationen brachte die Menschen zusammen, emotionalisierte sie und setzte Gespräche in Gang, die Kommunikation verselbstständigte sich. Mehr Kompetenz kann ein Dienstleister im Kommunikationsbereich nicht demonstrieren.
