Adam 2005 - Kategorie XxL über 1500m² - Gold

Messeauftritt von O2 Germany auf der CeBIT 2005

Kunde: O2 Germany GmbH & Co. OHG

Architektur: Schmidhuber + Partner GbR, München / KMS Team GmbH

Messebau: MESSEBAU TÜNNISSEN GmbH, Kranenburg

O2 als etablierter Mobilfunkanbieter will seinen CeBIT-Auftritt primär zur Kundenbindung nutzen. Die seit Jahren gültige Standkonzeption soll neu interpretiert werden. Die Besucher sollen vor allem auf die unterschiedlichen O2-Themenwelten hingewiesen werden und deren Erlebnischarakter erfahren. Die Idee dazu: Der Stand ist das zeitweilige Zuhause von O2 und dieses Zuhause befindet sich im öffentlichen Raum. Die Architektur muss also den Begriff des öffentlichen Raumes mit Leben füllen. Dafür wird der Stand unter einen künstlichen Himmel versetzt. Eigens für den Auftritt von O2 wird eine Technologie zur Erzeugung einer „Medienwolke“ entwickelt, des größten Flatscreens der Welt: Er besteht aus 28.000 Lichtpunkten. Durch die unterschiedliche Länge der Röhren erscheint die Oberfläche gewellt und vermittelt das Bild einer authentischen Wolke. Unterhalb des Himmels befindet sich der eigentliche Public Space. Hier werden Themen wie „O2 can do“ in ihrer traditionellen Farb- und Formensprache zitiert. In den Themen-Loungen „Entertainment“, „Communication“ und „Business“ werden die neuen Produkte vorgestellt. Jeder der Bereiche ist individuell gestaltet; die Entertainment-Zone ist mit Liegen ausgestattet, der Kommunikationsbereich verfügt über eine Bar und in der Businesslounge stehen Tische und Sitzwürfel zur Laptop-Nutzung bereit. Ein weißer Bodenbelag verbindet im Zusammenspiel mit dem Himmel alle drei Bereiche zur Einheit. Servicepoints wie die „Saftbar“ zum Aufladen des Handy-Guthabens sind entlang eines blauen Bandes, das die Mittelachse markiert, aufgereiht. Die eigene Radiostation FM O2 stößt über die physischen Grenzen des Messestandes hinaus noch weiter in den öffentlichen Raum vor und bewirbt gleichzeitig das O2-Musikangebot. Ein unabhängiges Institut ist mit der Messewirkungsanalyse betraut.

Statement der Jury:

Der Messeauftritt schafft mit der Medienwolke ein „geniales“ Superzeichen, das das Standkonzept mit der Unternehmenskommunikation beispielhaft verbindet und omnipräsent ist. Die Hallendecke wird zur fünften, lebendigen und kommunizierenden Fassade, die Technik ist innovativ und dem Konzept folgend eingesetzt. In seiner Stringenz übertrifft der Messeauftritt noch die klassische Kampagne des Unternehmens.

 


Adam 2005 - Kategorie XxL über 1500m² - Silber

Increase your productivity – Siemens Industry Suites auf der Hannover Messe 2005

Kunde: Siemens AG Automation & Drives

Architektur: Zeeh Bahls & Partner Design GmbH, Dießen

Messebau: Raumtechnik Messebau & Event Services GmbH, Ostfildern

Siemens will auf der Hannover Messe mehrere Zielgruppen ansprechen: Der Auftritt soll geeignet sein, das Informationsbedürfnis von Profis zu befriedigen und Führungskräften Lösungen für ihre Unternehmensfragen zu präsentieren. Die Standarchitektur ist von 1 m breiten Bändern bestimmt, deren Verlaufslinien Dächer, Treppen und separate Zonen bilden. Diese außergewöhnliche Konstruktionsweise kennzeichnet die Einheit des Unternehmens Siemens und die Vielfalt des Angebotes. Verschiedene begehbare Ebenen sind spiralförmig um einen Ausgangspunkt herum angeordnet. Durch ihre unterschiedliche Ausrichtung gestatten sie den Blick über den Stand aus ganz individuellen Perspektiven. In Eingangsnähe befindet sich eine Showbühne, deren Programm die Messegäste auf den Siemens-Auftritt neugierig macht. Die eintreffenden Gäste werden daraufhin gruppenweise zu einer geführten Tour durch die Unternehmenswelt eingeladen. Im Zentrum des Standes steht die Life Factory, eine inhouse entwickelte Getränkeabfüllanlage, die ein lustbetontes Symbol für die Gesamtheit der Siemens-Lösungen ist. Kein Punkt der Spirale gestattet den kompletten Blick auf die Anlage, jede Aussichtsebene macht nur einen Ausschnitt sichtbar. Dadurch wird die Vielfalt und Heterogenität des Unternehmensportfolios noch einmal betont. Erst die oberste Plattform in 5 m Höhe enthüllt mit einem gläsernen Boden die Gesamtheit der Life Factory. Jeder Komponente der Anlage ist auf der Aussichtsebene eine sogenannte Dialogstation zugeordnet, deren Vorderseite den unmittelbaren Kundennutzen zeigt, während die Rückseite die dazugehörigen Siemens-Produkte thematisiert. Am Ende bekommt jeder Teilnehmer ein frisch abgefülltes Getränk aus der Life Factory gereicht: eine finale Demonstration des realen Kundennutzens.

Statement der Jury:

Das Konzept ist eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Siemens-Auftritte auf der Hannover Messe. Die geradlinige Wegeführung mit ausschnitthaften Perspektiven auf das „Exponat“ Life Factory machten aus dem Messestand einen Erlebnisraum, an dessen Ende den Besuchern anhand des Getränks die Nutzenkomponente verdeutlicht wurde.

 


Adam 2005 - Kategorie XxL über 1500m² - Bronze

KODAK Anytime. Anywhere – Kodak Messestand auf der Photokina 2004

Kunde: KODAK GmbH

Architektur: Atelier Brückner GmbH, Stuttgart

Messebau: Design Productions GmbH, Laatzen

Kodak will durch seinen Messeauftritt Offenheit und Transparenz vermitteln und sich als kompetenter Partner analoger und digitaler Fotobearbeitung empfehlen.

Die Ausstellungsfläche wird als strukturierter, aber offener Kommunikationsraum angelegt, jeder Bereich ist von jedem anderen Punkt des Areals aus einsehbar. Die Raumstruktur wird von „Digits“ bestimmt, das sind textile Wandelemente in den Kodak-Farben Rot und Gelb, die durch ihren Farbcode die Markeneinheit wiederherstellen.

Ein von übergroßen Produktmodellen flankierter breiter Gang führt zum eigentlichen Kommunikationsraum. Drei Zonen greifen dort im Sinne des „Kodak Connectivity“-Gedankens locker ineinander, ebenso wie die Produkte einzeln nutzbar und gleichzeitig uneingeschränkt zu vernetzen sind.

Eine Home-Zone präsentiert Anwendungen für die private Nutzung, ein zweiter Bereich steht professionellen Anwendern zur Verfügung und eine dritte Zone lädt die Besucher zu spontanen Besprechungen ein. Alle Zonen werden von begehbaren Schaukästen lose umschlossen. Diese sind durchgängig mit dem Motiv der Tulpe versehen und bieten selbsterklärend Orientierungshilfe auf dem Kodak-Messestand.

Im Zentrum des Standes sind als „Shooting Point“ zwei sich gegenüberliegende Bildinstallationen im Format von 25 x 6 m zu bewundern. An ihnen wird eines der Topthemen der Unternehmenskommunikation vorgeführt: der Übergang des analogen zum digitalen Bild. Etwa 900 analoge Einzelfotos sind jeweils zu einem digitalen Großbild zusammengesetzt.

Statement der Jury:

Mit dem Kodak-Auftritt ist eine wirklich alternative Interpretation eines großen Messestandes gelungen. Hier wurden zweidimensionale Bilder in die dritte Dimension transponiert. Die Scherenschnittkulisse schafft es dabei, viele Einzelthemen zu einem homogenen Ganzen zu verbinden. Konsequent werden auf diesem Messestand Farbe und Logo als Leitsystem eingesetzt.