ADAM 2010
„Zunächst beginnt im Vorfeld der Jury-Arbeit alles mit der Faszination, die von allen – in diesem Fall fast 100 – eingereichten Projekten ausgeht. Der Vergleich der einzelnen Einreichungen vom Konzept über die Präsentation bis hin zu Nachhaltigkeit und Nacharbeit in verschiedenen Kategorien verlangt von jedem Jury-Mitglied strukturiertes und konzentriertes Arbeiten, da man immer wieder unterschiedliche Zielsetzungen und -gruppen, sowie die jeweiligen Rahmenbedingungen im Kopf haben muss“, so beschreibt Jury-Sprecher Robert Sarga die Vorbereitung auf den Tag X.
„Und ganz spannend wird es, wenn alle Gedanken und Bewertungen, die jeder Juror sich vorher bereits gemacht hat, am Tag der Jury-Sitzung ‚aufeinanderprallen’. Oft liegen diese ganz nah bei-, aber genauso oft auch diametral weit auseinander. Trotzdem wurden die Entscheidungen am Ende nach teils langer sachlicher und vor allem respektvoller Diskussion einvernehmlich getroffen.“ Unterstützt hat die Ergebnisfindung die Zusammensetzung des Jury-Teams: „Die einzelnen Professionen waren gut durchmischt und dies führte zu interessanten Diskussionen und Reflektionen der eigenen Sichtweise. Unsere Ergebnisse dürften jeder Kritik standhalten“, so Tom Böhle-Baßier.
Im Vorfeld des Jury-Meetings wurden ein acht Zentimeter dicker Ordner an Konzepten sowie die Einreicher-Homepage mit zusätzlichem Film- und Bildmaterial gesichtet. Am Tag der Jury-Sitzung erfolgte dann die entscheidende Bewertung im Rahmen eines zwölfstündigen Meetings. Intensive Diskussionen und eine Bewertung nach den Kriterien: Idee zum Auftritt, architektonische Umsetzung, Unternehmens- und Markenkommunikation, Produktpräsentation, begleitende Maßnahmen und nicht zu vergessen Erfolgskontrolle und Follow-up-Maßnahmen ergaben die Preisträger.
Ein klarer Trend war bei ADAM in diesem Jahr nicht erkennbar. Was allerdings auffällt, ist die spürbar stärker werdende Neigung zur Entwicklung ganzheitlicher und nachhaltiger Konzepte – und dies sowohl bezogen auf Produkte als auch auf Marken“, so Robert Sarga.
„Herausragend sind die prämierten Beispiele für Innovation und Kreativität, gerade im gestalterischen Bereich. Hier hat man immer geglaubt, man habe schon alles gesehen“, beurteilt Peter Neven die Preisträger. „Für mich lag die Qualität in dem unverkrampften Anderssein.“
Bleibt nur noch zu sagen: Jede ADAM-Einreichung ist ein Gewinner: Auftraggeber haben im Vorfeld des Auftritts geplant, wie sie erfolgreiches Marketing mit der Messebeteiligung oder dreidimensionalen Markenauftritten betreiben. Dienstleister – Architekten, Designer, Kommunikationsspezialisten – haben aus den Zielen des Auftraggebers eine räumliche Inszenierung geschaffen, die dessen Kunden anspricht.
Wir gratulieren den ADAM-Preisträgern 2010 freuen uns schon jetzt auf die Einreichungen in 2011.
