ADAM 2006 - kategorie L bis 500m² - gold

Thyssen Polymer wird zu Inoutic
Fensterbau Frontale, Nürnberg

Kunde: Thyssen Polymer / Inoutic, Bogen

Architektur: Martin et Karczinski, München

Messebau: stagegroup GmbH, Zorneding

Partner: Drändle Design GmbH, Steinebach am Wörthsee

 

Aufgabe:

Durch den Verkauf an Deceuninck wird Thyssen Polymer ab 2007 in Inoutic umbenannt. Anlässlich der Fensterbau Frontale, der wichtigsten Fachmesse für Hersteller von Fensterprofil-Systemen, sollten der neue Name sowie die neue  Markenidentität präsentiert werden.

Umsetzung: Das Konzept des Messeauftritts war die konsequente Anwendung des Mottos „Tell the Logo“: Der Name Inoutic beinhaltet bereits die Corporate Identity der Marke: in (innen) + out (außen) + IC (Ingeneering Creativity). So wird einprägsam kommuniziert, dass Inoutic zwischen innen und außen, nämlich im Fensterbau, tätig ist. Zudem symbolisiert die klare Formensprache des blau-weißen Logos Fenster: Für „In“ und „Out“ steht jeweils ein Quadrat im Quadrat, aber mit vertauschten Farben.
Den Messestand bildete ein überdimensionales Inoutic-Logo, das nicht nur die Corporate Identity visualisierte, sondern die Marke auch buchstäblich erlebbar machte. In den drei Kuben, auf denen das Logo dargestellt wurde, konnte der Besucher verschiedene Aspekte der Marke erkunden: Im „In“-Raum stellten sich Mitarbeiter des Unternehmens, die so genannten „Inouten“, vor. Der „Out“-Kubus zeigte das neue Gesicht des Unternehmens in multimedialen Installationen. Auch die technologische Kompetenz von Inoutic wurde demonstriert; im Kubus „IC“ konnte das Fachpublikum in digitalen Simulationen innovative Projekte bestaunen.
Der Messeauftritt war der Vermittlung der neuen Markenidentität gewidmet. Durch die räumliche Umsetzung des Namens und des darin enthaltenen Konzepts wurde einerseits ein hoher Wiedererkennungswert des Logos erreicht. Außerdem konnte der Besucher die Marke selbst inhaltlich und emotional erfahren.

 

Statement der Jury:

Die tiefe Bedeutung und Symbolik des Logos wurde als elementares, formgestalterisches Element interpretiert und räumlich eingesetzt. Mit dem intellektuell-konzeptionellen Ansatz entstand ein souverän gestalteter Auftritt, in dem die Durchgängigkeit der Logo-Botschaft maßgebend und strukturierend wirkte. Das Spiel zwischen innen und außen wurde durch die Symbolkraft des Logos verdichtet und entsprach der Produktaussage selbst (Fensterprofil-Systeme aus Kunststoff). Die CI-Farben Blau und Weiß machten den Messeauftritt zu einem optischen Ruhepol der Ästhetik.


Adam 2006 - Kategorie L bis 500m² - bronze

s. Oliver / comma shoes 2005, GDS 100, Düsseldorf

Kunde: Shoe.com GmbH & Co. KG, Detmold

Architekt: plajer & franz studio GbR, Berlin

Messebau: RIEDL Messe-/Laden- & Objektbau GmbH, Rott am Inn

 

Aufgabe:

Die beiden Marken s.Oliver shoes und comma shoes sollten in einem gemeinsamen Messeauftritt als zusammengehörig, aber doch eigenständig präsentiert werden.
Ein weiteres Ziel war der Kick-off des neuen Shop-in-Shop Konzepts: das Messestand-Design soll für die Schuh-Präsentation im Einzelhandel eingesetzt werden.

Umsetzung: Es galt, ein Konzept zu finden, in dem beide Markenidentitäten repräsentiert werden konnten. Deshalb wurde ein dynamisch-urbanes Design gewählt, das sowohl dem jungen Image von s.Oliver als auch der erfolgreich-kosmopolitischen CI von comma den richtigen Rahmen gab. Da der Stand mehrfach verwendet wird, wurde mit einem modularen System gearbeitet; das Stand-Konzept kann je nach Saison und Standgröße für die Präsentation bei unterschiedlichen Messen genutzt werden.
Der leuchtend weiße Stand war wie ein umlaufendes Band gestaltet, das die beiden Markenhälften umschließt. An der Innenwand dominierten lang gestreckte Regale mit kurvigen Zwischenelementen, die auf mehreren Ebenen viel Raum für eine strukturierte Produktpräsentation boten. Das Highlight des Auftritts stellte der Catwalk dar, auf dem Kollektionen beider Marken vorgestellt wurden.
Um die individuellen Markenidentitäten zu unterstreichen, wurden in den beiden Breichen die jeweiligen CI-Farben Rot bzw. Schwarz verwendet. Außerdem sorgten zwei große leuchtende Logos dafür, dass beide Markennamen weithin sichtbar waren.

 

Statement der Jury:

Die Eigenständigkeit zweier Lifestyle-Marken wurde glaubwürdig und souverän unter einem Dach kommuniziert. Der Gesamtausdruck des Standes nimmt die Lebensstile und Lebenswelten der Marken-Community auf und verdichtet sie zu einem Mikrokosmos der Urbanität und Lifestyle-Dynamik. Die Gestaltung des Messeauftritts ist als Shop-in-Shop-Lösung mit hohem Wiedererkennungswert umsetzbar, der Gesamtauftritt als solitärer Lichtkörper wird vom Prinzip der Modularität nicht eingeschränkt.


Adam 2006 - kategorie l bis 500m² - bronze

Invista Antron, Domotex Contractworld 2006, Hannover

Kunde: Invista (Deutschland) GmbH, Hattersheim am Main

Architektur: B612 GmbH Konzeptionelles Gestalten, Stuttgart

Messebau: Hospes Team GmbH, Leinfelden-Echterdingen

 

Aufgabe:

Die Invista-Marke Antron ist Marktführer für feinste textile Fasern in Teppichböden. Ihr Messeauftritt sollte die Hochwertigkeit und technologische Fortschrittlichkeit der Marke demonstrieren und die vier Basisprodukte vorstellen. Auf der Fachmesse Domotex Contractworld besteht die Zielgruppe aus Teppichproduzenten, Großhändlern und Facility Managern sowie Meinungsbildnern aus der Architektur- und Designbranche.
Das Produkt von Antron ist so winzig, dass es für den Betrachter stets im Teppich verborgen bleibt. Daraus wurde das Konzept einer ebenso unbekannten Insel entwickelt, deren Bewohner zu dem eingeschworenen Kreis der Eingeweihten gehören, die die Antron-Fasern kennen.
Dieser „Antron-Tribe“ signalisiert gleichzeitig Offenheit und Exklusivität. Finden kann ihn der Besucher auf dem Messestand, der die Insel darstellt.

Umsetzung: Eine sich drehende runde Plattform bildete die Basis der Insel. Auf ihr stand man selbstverständlich auf einem Teppichboden mit Antron-Produkten. Über ihr waren vergrößerte Querschnitte der vier Fasern als Leuchtkörper angebracht. Doch zwischen der einzelnen Faser und dem Endprodukt lag ein langer Weg, über den der Besucher sich auch räumlich zwischen diesen beiden Ebenen informieren konnte: Auf der Insel fand er nicht nur fachkundige Beratung, sondern auch die sonst unsichtbare Faser in vergrößerten Modellen.

 

Statement der Jury:

Der als Insel konzipierte Messestand überzeugte als Besuchermagnet durch eine runde, sich drehende Dynamik-Plattform und die bewusst vermittelte Botschaft der „Andersartigkeit“.
Überdimensional abgehängte Leuchtkörper fanden dabei als Orientierungsmaßstab für die Messebesucher anklang, sie symbolisierten zugleich das Produkt des Unternehmens in Form von vergrößerten Faserquerschnitten und werteten den Auftritt durch eine schnelle und bildhafte Informationsvermittlung auf.

 

ADAM 2006 in Zahlen

80 Einreichungen,

14 Preisträger:

  • 3 x Gold
  • 6 x Silber
  • 4 x Bronze
  • ein Sonderpreis „Nachwuchs“

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Zu ADAM gehört EVA:

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