eva 2001 - sonderpreis der jury
Laureus Award
Agentur: Schmidt und Kaiser Kommunikationsberatung, Koblenz
Auftraggeber: DaimlerChrysler AG
Weitere beteiligte Partner: Richemont International, London
Aufgabe:
Für Mercedes Benz sollte unter Marketinggesichtspunkten ein kommunikativer Auftritt geschaffen werden, der marken- und zielgruppenrelevant ist, der eine Alleinstellung ermöglicht, der international ist und trotzdem auf nationale Gegebenheiten adaptiert werden kann, der eine weltweite Medienwirksamkeit hervorruft.
Mit dem Laureus Award, der weltweit einzigen sportartenübergreifenden Auszeichnung für herausragende Leistungen, wurde eine Kommunikationsplattform geschaffen, die in ihrem Anspruch und in ihrer Komplexität eine neue Form definiert, die über die Kategorien von Public-Event, Corporate Event und Sponsoring weit hinausgeht.
Die Konzeption des internationalen Sportpreises und die Maßgabe, dieses Event auf die Höhe einer Oscarverleihung zu bringen und damit eine kulturelle Institution zu schaffen, ist in dieser Größenordnung bisher einmalig. Die gelungene Durchführung auf höchstem Niveau hat auf allen relevanten Kommunikationsebenen höchste Aufmerksamkeit erzeugt. Für die Marke wurde durch dezentes Auftreten der Name Laureus Award nicht automatisch mit Mercedes Benz in Verbindung gebracht, sondern wird in der breiten Öffentlichkeit als unabhängige Auszeichnung verstanden. So wird eine neue, langfristig angelegte Plattform erzeugt.
Ich möchte hier von einem Avantgardeevent sprechen, das die bisher geltenden Gesetze des Marketings, Sponsorings und der Eventkonzeption weit hinter sich lässt.
eva 2001 - sonderpreis der jury
City Of Abstracts
Agentur: Atelier Markgraph, Frankfurt
Auftraggeber: Ballett Frankfurt
Aufgabe:
Im Vorfeld der Uraufführung der Inszenierung Kammer / Kammer möchte der Intendant des Ballett Frankfurt, William Forsythe, seine Compagnie der Stadt und den Medien verstärkt präsentieren und sich von längeren Perioden von Auslandsgastspielen zu Hause zurückmelden.
Erinnern Sie sich, wie Menschen an der Straßenbahnhaltestelle vor der Oper einfach tanzten und diese Bilder,videotechnisch verfremdet, auf die Hausfront des Gebäudes projiziert wurden? Haben Sie Ihrem Liebsten zu Weihnachten auch den Videomitschnitt Ihrer Performance an der Hauptwache geschenkt? Oder haben Sie auch eine Vorlesung verpasst, weil Sie mit der Software, mit der die Projektionen verfremdet wurden, im TAT, dem alten Straßenbahndepot und der jetzigen Heimat des Frankfurter Balletts, experimentiert haben?
Dieses Projekt ist eine verblüffend sinnliche Übersetzung einer hochartifiziellen Marke: Das Frankfurter Ballett, Insidern bekannt als intellektuell herausforderndes abstraktes Theater, wurde zum Greifen und Mitmachen nah. Die Hemmschwelle des Laufpublikums vor der sogenannten Hochkultur wurde durch die 3 interaktiven Videoinstallationen auf der Strasse "spielend" überwunden. Überzeugend ist vor allem die ästhetische und konzeptuelle Nähe der Installationen zu dem „Produkt", den Aufführungen des Frankfurter Balletts, bei gleichzeitiger Breitenwirkung beim Publikum. Auszeichnungswürdig ist außerdem das Sponsoring der Gesamtleistung durch die Agentur selbst.

