eva 2002
EVA: Garantiert Qualität
Marketing-Events steigern kontinuierlich ihren Stellenwert in der Unternehmenskommunikation. Dies macht EVA, den Event-Award, den das Forum Marketing-Eventagenturen FME vergibt, zu einem etablierten und begehrten Preis in der Kommunikationsbranche. Denn Ziel von EVA ist es, herausragende Kommunikationsleistungen in Form von Marketing-Events einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und durch Fallstudien die Qualität der Konzepte zu belegen.
Nicht nur durch das zunehmende Gewicht im Kommunikationsmix der Unternehmen, sondern insbesondere durch die verstärkte Differenzierung der Maßnahmen wurden in diesem Jahr Einreichungskategorien, Bewertungskriterien und die Präsentation der Preisträger überarbeitet. Bei den Einreichungskategorien kamen in diesem Jahr zu Corporate-, Public- und Exhibition-Events noch die Kategorien Promotion-Events und Incentive-Wettbewerbe hinzu. Die zwölfköpfige, kompetente Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Agenturen und Medien musste über 44 Corporate-Events, 26 Public-Events, 7 Exhibition-Events und erstmalig 10 Promotion- und 5 Incentive-Events richten und die Preisträger ermitteln. Es wurden die Plätze eins, zwei und drei in jeder Kategorie einmal vergeben; einzige Ausnahme waren die Incentive-Events. Leider war es in dieser Kategorie aufgrund von Anzahl und Qualität der Einreichungen nur möglich, einen zweiten Platz zu vergeben.
Ein weiteres Novum bei EVA war in diesem Jahr die Auslobung von Sonderpreisen in den Bereichen Art, Innovation, Logistik, Effizienz und Strategie. Hiermit wurden Projekte prämiert, die in einem oder mehreren Bereichen ganz besonders auffielen. Eine Bewerbung für einen Sonderpreis war nicht möglich, hier erhielt die Jury freie Hand und vergab Awards in den Bereichen Innovation, Logistik und Strategie.
Mit der Veränderung der Kategorien und der Schaffung der Sonderpreise ging ein Relaunch der Bewertungskriterien einher. Bewertet wurden die eingereichten Projekte nach der strategischen und inhaltlichen Konzeption, der Zielerreichung, der Kreativität, dem künstlerischen Anspruch, der Neuheit des Konzepts, der Aktivierungswirkung, der organisatorischen Leistung, dem optimalen Ressourceneinsatz und der Einbindung in die Kommunikationsstrategie des Unternehmens. Die Bewertungskriterien sind durch die Überarbeitung weiter spezifiziert worden und ermöglichen eine noch transparentere Bewertung der Einreichungen.
Modifiziert wurde auch das Konzept für die Präsentation der eingereichten Konzepte. Neben einem Nachschlagewerk in Form einer DVD, die alle Besucher der EVA-Verleihung im Anschluss an die Veranstaltung erhalten und auf der sämtliche Videos und Kurzkonzepte dokumentiert sind, fand erstmalig eine Ausstellung aller Einreichungen statt. Bereits am 30. Oktober und während des Deutschen Eventtags am 31.10 konnten sich Interessierte über die Projekte der Jahre 2001 und 2002 informieren, was regen Zuspruch fand.
Ein Trend, der sich in diesem Jahr bei den EVA-Einreichungen erkennen lässt ist, die strategische Einbindung des besonderen Marketing-Instruments. Passé sind die Tage, in denen Marketing-Events das Highlight für das besondere Ereignis waren. Heute wird in Eventkampagnen und erlebnisorientierter Markenführung gedacht. Diese Entwicklung führt zu veränderten Anforderungen an die Branche und natürlich die Mitglieder des FME. Marketing-Eventagenturen sind heute Berater für inszenierte Unternehmenskommunikation und stehen auf einer Ebene mit klassischen Werbe- und PR-Agenturen.
Das zunehmende Gewicht der eventorientierten Kommunikation führt nicht nur zu einer Veränderung der Leistungsportfolios der Eventagenturen, es führ auch zu Veränderungen im Markt: Werbe- und PR-Agenturen gründen eigene Event-Units oder kaufen sich in bestehende Marketing-Eventagenturen ein, um Umsatzrückgänge zu verhindern. Kunden versuchen sich in unmoralischen Angeboten. Ein Pitchversuch ohne ausgeschriebenes Honorar zur Generierung neuer Eventstrategien ist eine Erscheinung, die keinen großen Erfolg auf Seiten der Auftraggeber verspricht. Denn Kosten, die durch Pitches entstehen, finden sich in der Abrechnung an anderer Stelle wieder, und auch bei Wettbewerben gilt: „Was nichts kostet, ist nichts“. Konzepte aus der Schublade bringen keine Innovation. Dazu kann man sicher um eine einzelne Idee pitchen, nicht aber um eine Strategie, denn hier ist die kontinuierlich Beratung gefordert. Unternehmen, die auf kostenlose Pitches setzen, sind schlecht beraten. Es kostet ihre Zeit und ihr Geld und führt garantiert zu mittelmäßiger Qualität.
Die EVA-Jury:
- Annic Effertz, Horizont
- Bernd Fuchs, facts + fiction GmbH
- Ulf Gassner, Concept X Strategische Kommunikation GmbH & Co.KG
- Rudi Geiger, axis Rudi Geiger GmbH events-films-productions-service
- Dr. Jürgen Gessler, Porsche Deutschland GmbH
- Dr. Regine Kalka, Köln Messe GmbH
- Dr. Ralph Mühleck, WeberHaus GmbH & Co KG
- Andre Sari, CCS Events GmbH
- Hans Seyfried, Consultant Trade Marketing
- Prof. Michael Simon, Staatliche Hochschule für Gestaltung
- Dr. Wehrhan, Event Partner - MM Musik Media Verlag GmbH
- Prof. Cornelia Zanger, TU Chemnitz Lehrstuhl für Marketing
Die Kategorien, in denen zu EVA eingereicht werden konnte, waren in 2002:
- Corporate Events – Produkt-, Marken- und Unternehmensstrategie-Inszenierungen für eine begrenzte Zielgruppe
- Public Events – Unternehmens-, Strategie- oder Leistungspräsentationen für die breite Öffentlichkeit
- Exhibition Events – Events, rund um Fach- und Publikumsmessen
- Incentive Events – Events für Mitarbeiter und Mittler mit dem Ziel der Motivation / Belohnung vorzugsweise in Verbindung mit einem Wettbewerb.
- POS-Events

