eva 2005 - public-events - silber
IdeenPark. Zukunft Technik entdecken. AufSchalke, Gelsenkirchen
Kunde: ThyssenKrupp AG
Agentur: häfelinger + wagner design gmbh, München
Partner für Realisierung: Ernst F. Ambrosius & Sohn; gegr. 1872 GmbH, Frankfurt
Aufgabe:
2004 ruft die Bundesregierung das „Jahr der Technik“ aus, um die Bedeutung technischer Innovationen für den Standort Deutschland zu betonen. In diesem Rahmen lässt der ThyssenKrupp-Konzern drei Tage lang in der Arena AufSchalke den „IdeenPark“ errichten. Aus Unternehmenssicht soll vor allem die Konzernidentität als Impulsgeber für die Entwicklung der Gesellschaft kommuniziert werden. Dieser Bedarf erklärt sich aus der Fusion der beiden Traditionsunternehmen Thyssen und Krupp im Jahre 1995. Die öffentlichen Identitäten beider historischer Häuser waren so stark, dass es bisher nicht gelungen war, für das neue fusionierte Unternehmen ein eigenes Image zu entwickeln. Der IdeenPark soll nun die Plattform bieten, sich im öffentlichen Bewusstsein als Anbieter innovativer Leistungen zu positionieren. Gleichzeitig soll eine jugendliche Zielgruppe erreicht und forciert werden, sich aktiv am Thema Innovationen zu beteiligen. 20 Präsentationsbereichen sind Exponate, Edutainment-Areas für Kinder, Fernsehbühnen und Pressebereiche errichtet. Die Exponate sind entlang einer schlangenförmigen Strecke errichtet und damit nur in einer didaktisch konzipierten Reihenfolge zu entdecken. Verschiedene Informationsziele sind kreativ umgesetzt. So wird etwa das Phänomen des Hydroforming bei Stahlrohren für ein kindliches Publikum erlebbar gemacht, indem man es Luftballons in unterschiedlich geformte Hohlkörper hinein aufblasen lässt. Hinzu kommen diverse geschlossene Themenbereiche wie „Zukunft Technik verstehen“, wo junge Gäste eigene Ideen entwickeln und interaktiv umsetzen können, oder „Zukunft Technik fördern“, wo sich Verbände und Institute präsentieren können. Auf einer Kinder- und Erwachsenenbühne werden interaktive Shows und Diskussionsforen geboten. Prominente wie Horst Köhler, Günter Jauch oder Heiner Bremer sind als Gäste, Moderatoren und Diskussionsteilnehmer auf der Veranstaltung anwesend.
Statement der Jury:
Die Themenschwerpunkte Innovation und Interaktion wurden stimmig umgesetzt, ein haptisches Erlebnis wurde geschaffen. Dabei konnte sich das Publikum selbst einbringen und sich auf die Reise ins „Abenteuer Wissenschaft“ begeben. Gekonnt wurde mit der Location – der Arena AufSchalke – eine Brücke zwischen der Region und dem zum Weltkonzern gewachsenen Ruhrgebietsunternehmen ThyssenKrupp gebaut.
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Toyota City-Grand-Prix Köln, Köln Mediapark
Kunde: Toyota Deutschland GmbH
Agentur: max.sense², Marketing GmbH, Groß-Gerau
Partner für Promotion: CONTEAM: Sales, Groß-Gerau
Aufgabe:
Toyota hat die mit durchschnittlich 54 Jahren ältesten Käufer aller Automobilhersteller auf dem deutschen Markt. Um auch jüngere Zielgruppen zu gewinnen, beschließt die Geschäftsführung, das Image der Marke insgesamt zu verjüngen. Dabei möchte sie besonders auf die Eigenschaften Sportlichkeit und technische Innovation setzen, um die Marke zu emotionalisieren. Somit entsteht die Idee, inmitten einer Großstadt ein Formel1-Rennen durchzuführen. Durch eine solche Veranstaltung entsteht ein junges, dynamisches Umfeld von Party und Betriebsamkeit. Aus mehreren Gründen fällt die Wahl auf die Stadt Köln: hier befinden sich die deutsche Zentrale von Toyota ebenso wie die Zentrale von RTL, dem bewährten TV-Partner der Formel 1. Von Anfang an ist das Rennen vor allem eine mediale Inszenierung. Die lokale Kölner Presse- und Radio-landschaft wird einbezogen, es wird Sendezeit im TV gekauft und der Formel1-Reporter Florian König als prominentes Gesicht für das Event gewonnen. Fakten, Hintergründe und Storys werden im TV-Magazin präsentiert und verdichten das Rennen zum Mikrokosmos. In Anlehnung an den Trend der Fernseh-Casting-Shows heißt es im Vorfeld „Köln sucht den RennReporter“. Moderationsversuche und szenisches Talent der Bewerber werden einem breiten Publikum bereits Wochen vor dem Rennen zur Bewertung vorgestellt und erhöhen somit die Spannung auf das eigentliche Event. Integraler Bestandteil der Emotionalisierung ist gleichzeitig die Verankerung im Regionalen. So sorgen etwa typische Kölner Bands für das musikalische Begleitprogramm. Bestritten wird das Spektakel durch professionelle Rennfahrer in echten Formel1-Fahrzeugen. Zudem ist der Eintritt für jedermann gratis. Das Interesse der Kölner Bevölkerung ist immens: die Polizei schätzt 50.000 Besucher; die eigens eingerichtete Website zählt während und unmittelbar vor der Veranstaltung durchschnittlich 15.000 Seitenaufrufe täglich. Stichprobenartige Befragungen der Besucher bestätigen ein Durchschnittsalter der angesprochenen Zielgruppe zwischen 25 und 44 Jahren.
Statement der Jury:
Dieses Event hat Einmaligkeitscharakter. Köln ist zwar der Sitz der Toyota-Deutschland-Niederlassung, ansonsten aber vom Rennsport abgeschnitten. Der City-Grand-Prix brachte Monaco-Feeling an den Rhein. Dies dankte eine verjüngte Zielgruppe.
