Eva 2005 - Social- und Kultur-Events - Gold
Aktion Mensch re:spect our future – die andere Jugendmesse, Duisburg
Kunde: Deutsche Behindertenhilfe, Aktion Mensch e. V.
Agentur: facts + fiction GmbH, Köln
Partner:
Projekt Schwan GmbH, Meckenheim
Trendco GmbH, Siegen
Aufgabe:
Die Fernsehlotterie Aktion Mensch geht davon aus, dass Jugendliche im Jahr 2004 nicht die konsum- und spaßorientierte Generation sind, als die sie vom Rest der Gesellschaft gesehen werden. Stattdessen sind politisches und soziales Engagement für viele junge Leute Teil des täglichen Lebens. Dass ein großer Teil dieser Generation sich passiv verhält und sich kaum mit seiner Zukunft beschäftigt, kann am mangelhaften Informationsangebot von Seiten der erwachsenen Gesellschaft liegen. Damit liegt es nahe, den Jugendlichen eine alternative Jugendmesse jenseits der kommerziellen Veranstaltungen anzubieten. Sie soll eine Plattform sein für Anregungen, das eigene Leben aktiv zu gestalten. Diesem Grundgedanken folgt die re:spect our future mit 13 Themenbereichen zu allem, was Jugendliche beschäftigt. Die Bandbreite umfasst z.B. Politik, Berufswahl, Kunst und Religion ebenso wie den persönlichen Stil oder die sexuelle Orientierung. Überall sollen die Besucher sich einbringen – ob mit Diskussionsbeiträgen oder Designvorschlägen. Zwei Tage lang finden außerdem jede Menge Workshops und Specials statt, z. B. eine Radiowerkstatt unter Anleitung eines Eins Live-Redakteurs oder der „Dialog im Dunkeln“, ein Gang durch einen lichtlosen Raum, bei dem die Sinne ganz neue Erfahrungen machen. Um ihren alternativen Charakter zu betonen, bekommt die Jugendmesse ein ungewöhnliches Erscheinungsbild. Statt Stände in einer Messehalle aufzubauen, wählen die Veranstalter den Landschaftspark Duisburg-Nord als Location aus. Die einzelnen Themenbereiche werden als Inseln in der Landschaft angelegt.
Statement der Jury:
Hier wurde mit Klischees über die Zielgruppe aufgeräumt. Sie wurde einmal nicht als Konsument beworben, sondern in ihren Lebensentwürfen ernst genommen. Wunschvorstellungen wurden nicht als weltfremd abgetan, statt dessen konkrete Lösungsvorschläge angeboten. Der Gedanke der Eigeninitiative zog sich leitmotivisch durch die gesamte Veranstaltung. Die bauliche Gestaltung korrespondierte hervorragend mit dem Gesamtkonzept.
Eva 2005 - Social- und Kultur-Events - silber
KLANG | PASSAGEN, Museumsuferfest 2004, Frankfurt am Main
Kunde: Tourismus + Congress GmbH Frankfurt / Main
Agentur: Atelier Markgraph GmbH, Frankfurt / Main
Partner:
Musikalische Dramaturgie: Parvis Mir-Ali, Schleuse 15, Frankfurt / Main
Procon MultiMedia AG, Leonberg
XL Video GmbH, Oststeinbek
Aufgabe:
Die Stadt Frankfurt am Main bietet mehr als Hochhäuser und Banken. Darüber hinaus hält sie für Einheimische und Besucher auch jede Menge kulturelle Highlights bereit. Besonders sehenswert ist die innerstädtische Strecke am südlichen Mainufer, wo sich gleich 16 Museen aneinander reihen. Dabei wird ein sehr breites Themenspektrum geboten: das Filmmuseum befindet sich z. B. in der Nachbarschaft des Museums der Weltkulturen. Um auf diese kulturelle Vielfalt hinzuweisen, veranstaltet die Stadt Frankfurt einmal im Jahr im Sommer das Museumsuferfest, welches weit über die Region hinaus als Besuchermagnet fungiert. Jedes Jahr werden etwa 3 Mio Gäste gezählt. 2004 steht das Mega-Event unter dem Motto „Die Kunst in der Musik und die Musik in der Kunst“. In seinem Zentrum steht dieses Mal die Untermainbrücke. Drei Tage lang wird sie in eine „KLANG | PASSAGE“ verwandelt. Zwei Projektionsflächen flankieren die Brücke auf ganzer Länge und lassen ein Portal aus Licht und Tönen entstehen. 300 illuminierte Fahnen verbreitern das Videobild auf über 100 m. Die Passage zeichnet die Sternstunden der Frankfurter Musikgeschichte nach, indem sie Stücke der berühmtesten Künstler einspielt. Jazzmusiker wie Albert Mangelsdorff werden ebenso berücksichtigt wie die legendäre Popformation Snap. Zusätzlich kommen Klänge zu Gehör, die in Verbindung mit den Museen stehen: Das Filmmuseum meldet sich mit dem „Radio War“ von Orson Welles zu Wort, das Museum für angewandte Kunst mit der „Affenkapelle“ …
Statement der Jury:
Durch einen spielerischen medialen Einsatz wurde eine Popularisierung der Hochkultur geschaffen und ein außergewöhnliches Erlebnis für ein breites Publikum inszeniert.
