FAMAB Fachstudienreise zur EXPO Zaragoza
Impressionen von der Stadt am Ebro
Wunderbar – so lautete Motto des Deutschen Auftritts auf der „kleinen“ Expo in Zaragoza die bis zum 14. September in der Stadt am Ebro stattfand. Und der Name war Programm: Alle 22 Teilnehmer der FAMAB-Reise waren sich einig: Der Deutsche Pavillon ist im Ranking ganz weit vorn zu finden, denn als einzige Länderpräsentation erzählt er eine Geschichte und zeigt Lösungen auf.
Mit Betroffenheit arbeiten in Zaragoza die meisten Präsentationen, vor allem aus dem Gastgeberland. Sicher gilt es die Spanier für den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren, gehören sie mit den USA zu den Verbrauchsweltmeistern. Doch manchmal hätten sich die Teilnehmer der FAMAB-Truppe weniger düstere Bilder gewünscht.
Sehenswert natürlich auch der Spanische Pavillon, eine Säulenkonstruktion aus Keramik die in einem Wasserbett steht und so eine Kühlung des Gebäudes um 8° C erreichte. Für die Spanischen Gäste, die rund 95% der erwarteten 7 Mio. Besucher ausmachten, war die Präsentation so beeindruckend, dass sie sich sechs Stunden in die pralle Sonne stellten. Ein Schicksal dass den FAMABs erspart blieb – Easy Access machts möglich.
Zurecht viel beachtet auch die Architektur des Brückenpavillons irakischen Star-Architektin Zaha Hadid. Schade dass der Innenausbau nicht ganz fertig wurde. Ganz großes Kino im wahrsten Sinne auch der Pavillon der spanischen Provinz Aragon. Ganz in Schwarz, mit kubistischen Säulenkonstruktionen strukturiert zeigte das Spanische Kunstgenie Carlos Saura seine Sicht auf die Schönheit der Provinz. Zwölf Minuten die eindeutig Lust auf mehr machten.
Apropos Kino: Bezaubernd war auch die Außenfassade des Afrikanischen Pavillons, vom Architekturbüro Brückner erdacht und von Nüssli realisiert, war sie von der Nähe betrachtet eine silberne, in 10 X 10 cm Quadrate gerasterte Wandverkleidung mit unterschiedlich braunen Flecken. Bewegte man sich von ihr weg, spielte der Wind in den Quadarten und ließ Wellen entstehen, die Flecken wurden zugleich zur Savannenlandschaft. Und bei Nacht: Die Wüste lebt! Die Fassade entpuppte sich als Semitransparent und so erlebten die Expo-Besucher Elefanten auf der Suche nach Wasserlöchern, Herden von Zebras beim Streifzug, Häuptlinge beim Stammestanz, …
Wer Lust auf die Expo bekommen hat, den müssen wir enttäuschen: Am 14. September schlossen die Tore.
