Ausgewählte Pressemeldungen aus 2006

01.03.2006 Qualität in Aus- und Weiterbildung
Außer Spesen nix gewesen

Live-Kommunikation ist ein Berufsfeld mit Zukunft. Auftraggeber setzen vermehrt auf die direkte, zielgruppenaffine Ansprache durch Marketing-Events und Messen. Konzipiert und organisiert werden diese Maßnahmen häufig von entsprechenden Agenturen in enger Zusammenarbeit mit ihren Auftraggebern. Die Personen die hinter der Bewältigung dieser komplexen Aufgaben stehen, sind Spezialisten im Veranstaltungsmanagement.

Wer im Bereich der Live-Kommunikation arbeiten möchte, muss – anders als beispielsweise Ärzte oder Lehrer – keinen einheitlich festgelegten Ausbildungsweg beschreiten und muss auch keine staatliche Prüfung ablegen. Der Zugang zum Berufsfeld Live-Kommunikation steht jedem offen. Dies führt dazu, dass viele unterschiedliche Berufsbezeichnungen existieren und dass sich hinter gleich klingenden Titeln völlig unterschiedliche Ausbildungsprofile verbergen.

Dadurch entsteht – zum Schaden der Live-Kommunikationsbranche ein neuer, nicht zu kontrollierender Markt. Immer mehr Bildungsträger haben ebenfalls entdeckt, dass es sich bei der Live-Kommunikation um ein Berufsfeld mit Zukunft handelt. Freie Akademien, staatliche Ausbildungsträger und privatwirtschaftliche Seminaranbieter konkurrieren gegeneinander und offerieren Abschlüsse als „Eventmanager“ - zum Teil für horrende Gebühren. Das hier eklatante Qualitätsunterschiede liegen müssen, wird schnell klar, wenn ein vier-jähriges Studium, eine drei-jährige Ausbildung oder ein zehn-stündiges Seminar zum gleichen Abschluss führen wollen.

Agenturen ist der Unterschied sehr wohl bewusst, sie setzen selbst auf Ausbildung und fördern so ihren eigenen Nachwuchs. Bei Neuzugängen achten sie sehr wohl auf das Ausbilungsprofil des potentiellen Mitarbeiters. Etwas anders stellt es sich für die Job-Suchenden dar. Viele, oftmals junge Menschen, die gerne im Veranstaltungsmanagement arbeiten möchten, sehen ihre Chance in der Teilnahme an Seminaren, die in kompakter Form das nötige Rüstzeug für den Einstieg ins Eventmanagement vermitteln wollen. Am Ende des Tages sind diese Personen um einige Euro ärmer und eine Erfahrung reicher: Außer Spesen nix gewesen.

Der FAMAB, Fachverband Konzeption und Dienstleistung für Messe und Event, hat diese Entwicklung früh erkannt und geeignete Maßnahmen zur fundierten Aus- und Fortbildung junger Talente gefördert.

  • Aktiv unterstützt er Berufsschulen und deren Lehrer bei der Ausbildung von Veranstaltungskaufleuten und Fachkräften für Veranstaltungstechnik. Ob im Rahmen von Fachvorträgen durch Agenturmitarbeiter oder durch Praktika der Lehrer in den Agenturen, der Austausch zwischen Schule und Agentur wird groß geschrieben.
  • Durch Dozententätigkeit an Hochschulen und Akademien wird der Informationsfluss zwischen Alma Mater und Unternehmen gesichert

Qualitativ hochwertige Arbeit im Sinne von Kunden aber auch im Sinne der Auszubildenden, dafür macht sich der FAMAB stark.

15.02.2006 Spezialisten und Generalisten - Beide haben ihre Berechtigung

Interview mit Claus Holtmann, Vorsitzender des FAMAB, Fachverband Konzeption und Dienstleistung für Messe und Event

1.) Wie stark ist die Bedeutung des Messestandes im Rahmen des Messeauftrittes eines Unternehmens?
Natürlich ist ein Messestand ein ganz entscheidender Bestandteil eines Messeauftritts, schließlich ist es die baulich Maßnahme mit ihrer Fernwirkung, die ein Messebesucher als Magnet wahrnimmt. Dennoch: Ein Messestand alleine macht noch keinen Messeauftritt. Dieser ist ein harmonischer Kanon vieler Einzelmaßnahmen. Und so wie ein Kanon in einem Chor viel Abstimmung und Übung bedarf, so ist es auch bei einer Messe. Von der Einladung über Broschüren, Anzeigen, Online-Werbung, Pressearbeit … bis zur Personalschulung all diese einzelnen „Chormitglieder“ gilt es zu koordinieren und harmonisieren damit die Messebeteiligung zu einem erfolgreichen Messeauftritt wird.

Die erfolgreichsten Messauftritte – das lässt sich an den Einreichern des Branchenawards ADAM sehr deutlich erkennen – sind diejenigen, bei denen der Messestand, die Kommunikationsmaßnahmen und die auf dem Stand stattfindenden Aktionen auf einer Klaviatur spielen.

2.) Welche Trends gibt es in Sachen a) Architektur (Design, Materialien etc.), b) Messebausysteme, c) Medientechnik?
Dass das klemmende Wachstum in unserer Republik tendenziell die Messebudgets schmälert, dürfte niemanden mehr verblüffen. Eine Herausforderung, die auch positives bewirkt hat, denn es wird genauer bedacht, welche Maßnahmen Sinn machen. Die ausformulierten Kommunikationsziele gewinnen an Klarheit und Briefings teilweise an Präzision. Ein Klima, das der Sparsamkeit näher ist als dem Geiz-ist-Geil-Niveau - denn gefragt sind wirtschaftliche Lösungen. Sprich: ein klarer Desingtrend ist nicht auszumachen, wohl aber die Tendenz mit Baumaßnahmen, Materialien und Technik gezielter und sparsamer umzugehen.

3.) Wie sieht Ihre Prognose zur Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Messebaus aus?
2006 wird kein Messeboomjahr. Selbst wenn der Wirtschaftsmotor den Turbo einlegen würde, würde es nicht dazu kommen, denn Messen sind langfristig geplante Maßnahmen der Unternehmen, über die nicht in der gleichen Geschwindigkeit entschieden werden kann, wie beispielsweise über die Buchung einer Anzeige.

Viele Aussteller bzw. Unternehmen, die sich noch nie auf einer Messe präsentiert haben, haben das Potenzial von Messen klar erkannt und planen ihre Auftritte in Deutschland genauso wie auf den Messeplätzen rund um den Globus, dies belegt u.a. eine Studie des AUMA. Gleiches spüren auch die FAMAB-Mitglieder und erwarten deshalb ein stabiles Jahr 2006 mit einer Tendenz nach oben. Zudem wird die Veranstaltung, bei der der Freund aus Leder ist, sicher auch zu einer Sonderkonjunktur im messeschwachen Sommer führen.

4.) + 5.) Welche Anforderungen wird die Zukunft an Messebauunternehmen stellen und wie stellt sich die Branche darauf ein? Welche Rolle spielt das internationale Geschäft für den deutschen Messebau?
Im Jahre „n“ nach Ende der nationalstaatlichen Volkswirtschaften und aus dem Blickwinkel des Exportweltmeisters ist es eine Herausforderung, die sich uns in den nächsten Jahren stellen wird: die Internationalisierung. Für uns gilt es dabei zwei Facetten zu betrachten:

1. die ausländischen Aussteller die jedes Jahr die Deutschen Leitmessen nutzen, um ihre Produkte zu präsentieren.

2. die inländischen Aussteller, die in zunehmendem Maße auf Messen in den großen Wachstumsmärkten präsent sind.

Die erste Gruppe gilt es so zu beraten und zu unterstützen, dass sie auf den präsentationsstarken Deutschen Messen nicht „untergehen“. Die zweite Gruppe gilt es in die neuen Märkte zu begleiten, und dafür zu sorgen, dass unter Berücksichtigung lokaler und kultureller Gegebenheiten der Messeauftritt optimal bei der Erschließung dieser Märkte unterstützt. Beides fordert eine hohe interkulturelle und technische Kompetenz.

Netzwerke die der FAMAB mit dem International Chapter oder dem IFES (International Federation of Exhibition and Event Services) bietet, unterstützen die Mitglieder gezielt bei dieser Herausforderung.

6.) Welche Rolle spielt für Ihre Mitglieder der Mittelstand als Auftraggeber? Macht er die Auftragsbücher voll oder sind es die großen Unternehmen?
Lassen sie uns noch einmal einen Blick auf ADAM, den Award der ausgezeichneten Messeauftritte, werfen. Rund zwei Drittel der prämierten Projekte stammt jedes Jahr von mittelständischen Ausstellern. Und genau so sieht es auch bei den Dienstleistern rund um Messen und Events aus: Das Gros der Kunden ist mittelständisch geprägt. Natürlich ist jedes Unternehmen stolz, wenn es einen Branchenmulti zu seinem Kundenkreis zählt, doch die kleinen feinen Präsentationen, die von einer Idee leben, sind es, die aus Auftraggeber und Auftragnehmern ein erfolgreiches Team machen, das oft lange und erfolgreich zusammen arbeitet.

7.) Wie erschließen Sie die Zielgruppe der Unternehmen, die das Messeparkett als Aussteller noch nie betreten haben, für die eine Messebeteiligung aber durchaus Sinn machen würde?
Unter dem Stichwort „Starter-Paket“ wird derzeit von einer Gruppe von FAMAB-Mitgliedern ein Konzept entwickelt, bei dem der Aussteller auf individuelle Beratung und Gestaltung setzen kann, gleichzeitig eine Garantie erhält, dass seine Budgetvorgaben nicht überschritten werden. So entsteht ein Erfolgsbaukasten, aus dem die Aussteller wählen können und der sie vor der Uniformität von Standardpaketen der Messeveranstalter bewahrt. Durch die Beratung der Messeprofis ist es auch für Messeneulinge möglich, einen Auftritt zu erhalten, der gezielt auf ihre Bedürfnisse und Belange eingeht und sie zu einem erfolgreichen Daueraussteller macht. Denn jeder Aussteller ist kompetent in seinem Feld, und das gilt es zu zeigen.

8.) Was bieten Messebauunternehmen an zusätzlichen Dienstleistungen über den eigentlichen Messebau hinaus?
Messebau-Unternehmen bieten alle Maßnahmen an, die aus einem Messestand einen Messeauftritt machen, das kann man grundsätzlich sagen. Es bedeutet aber nicht, dass die Messebau-Partner diese Leistungen zwangsläufig selbst erbringen. Vielmehr verfügen sie über einen Pool an Partnern. Mit diesen Dienstleistern gemeinsam entwickeln sie beispielsweise Broschüren für den Messeauftritt, führen eine Pressekonferenz durch oder organisieren Einladung und Akkreditierung von Besuchern. Wenn ein Aussteller also ein Messecatering benötigt, dann wird das Messebau-Unternehmen dieses organisieren, es wird aber sicherlich nicht selber kochen.

Eine Leistung, die Messebau-Unternehmen aber jeden Tag erbringen ist die Beratung. Hierbei geht es vor allem um das Thema, welche Ziele verfolgt der Aussteller und wie lassen sich diese möglichst effizient erreichen. Hierzu gehört die Auswahl der geeigneten Messe und die Abwägung gegenüber konkurrierenden Kommunikationsmaßnahmen. Eine Leistung die im Sinne des Kunden erfolgt und die man nicht weit genug heraus stellen kann.

9.) Ein Dienstleister für alles (Messestanddesign, Messebau, Messeevents, Messekommunikation, alles aus einer Hand) – ist dieses Modell zukunftsträchtig?
Eine Frage die sich nicht pauschal beantworten lässt, denn viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Bei der Entscheidung zwischen einer Vielzahl von spezialisierten Einzelanbietern oder einem Generalisten mit unterschiedlicher Kompetenz unter einem Dach gilt es eines zu beachten: Eine Marke genauso wie das Unternehmens-CI wollen geführt werden, schließlich sollen alle Maßnahmen auf das selbe Markenkonto einzahlen. Diese Führungsaufgabe muss übernommen werden und sie wird umso komplexer, je mehr Unternehmen und Personen koordiniert werden müssen. Ein Konzern mit einer 30-köpfigen Messe- und Eventabteilung kann diese Aufgabe sicher besser meistern als ein Marketing-Verantwortlicher in einem Unternehmen mit 30 Angestellten. Und so hat der Dienstleister für alle Bereiche der 3-dimensionalen Kommunikation genauso seine Berechtigung wie die Spezialanbieter.

15.05.2006 MarketingServices 2006
FAMAB wieder auf der MarketingPlaza dabei

Der FAMAB beteiligt sich anlässlich der marketingservices 2006, vom 16. bis 18. Mai in Hamburg an der bereits zum zweiten Mal eingerichteten marketingplaza mitten in der Halle 12. Mit dabei sind die weiteren sieben führenden Marketing-Fachverbände, die die Produktgruppen der marketingservices repräsentieren. Das Augenmerk wird in diesem Jahr auf die Themen Crossmedia genauso wie auf die Aus- und Weiterbildung gerichtet.

Crossmedia. Hierfür steht die marketingservices seit ihrem Beginn 1987. Während die Veranstaltung erwachsen geworden ist, ist das Thema so aktuell wie damals, heute allerdings verstärkt unter dem Effizienzgedanken. Gleichbleibende Budgets bei einer Verbreiterung des Media-Angebots macht intelligente Vernetzung einzelner Maßnahmen fast unausweichlich.

Doch damit „Cross Media“ nicht nur graue Theorie bleibt, erlebt der Besucher auf einer zentralen Fläche in Halle 12 alle Bausteine, die im „Marketingalltag“ zur Umsetzung von vernetzten Kampagnen benötigt werden: Spannende Vorträge renommierter Branchenexperten auf dem Mediaforum, Brancheneinblicke bei den führenden Marketing-Fachverbänden, Aktuelles bei den Fachmedien bis hin zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei Marketing-Unternehmen oder -Hochschulen/Akademien.

Auch in Hamburg ist der FAMAB auf der marketingplaza wieder mit von der Partie. Besonderer Schwerpunkt ist für den Verband ist in diesem Jahr das Thema Aus- und Weiterbildung. So ist es nicht verwunderlich, dass die Deutsche Eventakademie, die u.a. die Weiterbildung „Projektleiter/In Messebau und Marketing-Event“ im Auftrag des FAMABs durchführt, ebenfalls auf der Plaza ihr temporäres Zuhause gefunden hat. 

„Diese gemeinsame Präsentation der Verbände auf einer zentralen Fläche begrüßen wir sehr“, sagt FAMAB-Geschäftsführerin Elfie Adler. Die marketingplaza, die in Frankfurt letztes Jahr ihre Premiere hatte, rückt nicht nur das Thema Crossmedia in den Mittelpunkt, sondern schafft auch eine räumliche Nähe zwischen den Verbänden, die die Kommunikation unter ihnen beflügelt, in unseren Augen ein richtiger Schritt des Veranstalters. Was die Verbände hier vormachen, wird sich positiv auf den Einsatz von Kommunikations-Maßnahmen auswirken.“ Und sie fügt hinzu: „Erfolgreiches Marketing durch Crossmedia klappt dann, wenn sich alle vom Ziel, das erreicht werden soll, leiten lassen. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass die Ziele immer spezieller werden. Die Zielgruppe ist doch oft gar nicht mehr das breite Publikum, sondern ein viel kleinerer Kreis mit bestimmten gemeinsamen Eigenschaften. Das Gießkannenprinzip hat ausgedient, heute will jede Zielgruppe individuell angesprochen werden. Entsprechend müssen die Kommunikationsinstrumente überprüft, angepasst und immer wieder in einem neuen Mix zusammengestellt werden.“

23.05.2006 FAMAB auf Wachstumskurs

Bereits in diesem Frühjahr konnten insgesamt sechs neue Mitglieder in den FAMAB, die Interessenvertretung der Messe- und Event-Branche aufgenommen werden.

Diese sind im einzelnen:

Im FAMAB Exhibition:

  • Bluepool GmbH, Leinfelden Echterdingen
  • creative & deko Internationaler Messebau, Gütersloh
  • Meplan, München
  • Messeform GmbH, Simmern

Im Forum Marketing-Eventagenturen

  • Event Agentur Pommerel GmbH, Berne
  • Marbet – Marion & Bettina Würth GmbH, Künzelsau

Weitere Aufnahmeanträge liegen der Geschäftsstelle vor, sodass das stetige Wachstum des Verbands fortgesetzt wird.

01.06.06 FAMAB mit neuem Internetauftritt

Modern und nutzerfreundlich, dass waren die Grundanforderungen an die Internet-Präsenz des FAMAB. Was im Laufe von vielen Gesprächen mit Kunden, Mitgliedern und externen Nutzern entstanden ist, ist ein Portal, das vielfältigen Inhalt und unterschiedlichste Möglichkeiten mit einer einfachen selbsterklärenden Nutzerführung in Einklang bringt.

Unter www.famab.de sind ab 05. Juli 2006 aktuelle Informationen genauso zu finden, wie ein Veranstaltungskalender mit allen relevanten internen und externen Terminen, ein geschützter Bereich mit Archivfunktion und der Suchagent, in dem die Spezialisten für Messeauftritte und Live-Kommunikationsmaßnahmen zu finden sind.

Partner schnell und effizient finden

Beim Suchagenten handelt es sich um eine qualifizierte Suche nach Dienstleistern. Anhand einer Auswahl von Kriterien wie Leistungsspektrum, Kompetenz, Branchen-Know-how, Unternehmensgröße, Region sowie diverser qualitativer Anforderungen kann ein (potentieller) Kunde gezielt nach geeigneten Partnern suchen. Verhindert werden auf diesem Wege Massenausschreibungen, bei denen Auftraggeber mittels Gießkannenprinzip eine Auswahl der angefragten Unternehmen vornehmen, da ihnen die passenden Informationen für eine gezielte Vorauswahl fehlen.

Ein weiteres Novum ist die Präsentation der Mitglieder anhand von Profilen: Selbst gestaltet und gut strukturiert findet der Suchende mit wenigen Mausklicks Informationen zum ausgewählten Unternehmen: Unternehmensdaten, USP und Referenzprojekte. Natürlich ist auch eine Verlinkung zu den Websites der Mitglieder gegeben.

07.07.2006 FAMAB setzt Wachstumskurs fort

Auch im Sommer kann der FAMAB sich über Zuwachs freuen. Neu sind in den Verband drei Exhibition-Mitglieder und ein LECA-Mitglied aufgenommen worden.

Diese sind im einzelnen:

Im FAMAB Exhibition:

  • DIMAH Messe und Event GmbH, Ostfildern
  • Messe Design d'accord, Ges. für Messebau, Tagung Veranstaltung mbH, Hamburg
  • IMAG Internationaler Messe- und Ausstellungsdienst GmbH, München

In der LECA

  • Lehrieder Catering-Party-Service GmbH & Co. KG, Fürth

Alle Unternehmen genügen den strengen Aufnahmekriterien der einzelnen Foren und sind damit ein vertrauenswürdiger Partner für qualitativ hochwertige Messen und Events.

 

26.10.2006 FAMAB wird FAMAB Verband Direkte Wirtschaftskommunikation

Im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung wird der FAMAB vom Fachverband Konzeption und Dienstleistung für Messe und Event zum FAMAB Verband Direkte Wirtschaftskommunikation. „Doch dies ist nur noch eine reine Formalie“, weiß der Vorsitzende Claus Holtmann, „die Mitglieder haben in ihren Foren bereits einstimmig den Vorschlag goutiert“.

 Wenn ein erfolgreicher Verband seinen Namen wechselt, muss es dafür gute Gründe geben. Noch bessere Gründe muss es geben, wenn sich ein Verband Gedanken über seine Mitgliederstruktur macht, sich für weitere Marktsegmente öffnet und seine gesamte Positionierung und Struktur auf den Prüfstand stellt.

Die meisten Gründe liegen auf der Hand: Nicht nur der Markt hat sich verändert, auch die Aufgaben, die Auftraggeber und die Leistungsangebote der Mitglieder. Messebeteiligungen sind heute Messeauftritte die in einer vernetzten Kommunikation eingebunden sind, Events sind Live-Kommunikationsmaßnahmen mit strategischem, nachhaltigem Mehrwert. Alles gemeinsam definiert den Bereich der Direkten Wirtschaftskommunikation. Aus den Entwicklungen resultieren für den Verband veränderte und erweiterte Anforderungen.

Neben verbandstypischen Dienstleistungen bietet der FAMAB seinen Mitgliedern strategische Unterstützung in der Entwicklung eigener Leistungsangebote, den Meinungs- und Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern, Kommunikationsplattformen und Öffentlichkeitsarbeit, sowie die Unterstützung bei der Ausbildung des Nachwuchses und Lobby-Arbeit in Politik und Wirtschaft.

Der FAMAB ist und bleibt dabei ein Verband der Spezialisten. In Foren organisiert, definieren sie ihre spezifischen Leistungsfelder, organisieren sich innerhalb ihrer Gruppe selbst, treten eigenständig im Markt auf und leisten ihren spezifischen Beitrag im Rahmen des Gesamtverbandes. So wird die Individualität der Gruppe gewahrt und Stärke der Gemeinschaft genutzt.

Live-Marketing bekommt damit eine neue, erweiterte Anbieter-Plattform mit geprüften Qualitätsstandards und professionellen Netzwerken. Eine Entwicklung, die neue Dimensionen in der Direkt-Kommunikation erschließt, über Kompetenz-Teams und vernetzte Projekte Mehrwert schafft und hilft, auch in Zeiten wirtschaftlichen Aufbruchs Ressourcen gezielt einzusetzen, Abläufe effizient zu gestalten und überzeugende Ergebnisse kurzfristig und erfolgreich sicher zu stellen.

Doch wieso der Begriff „Direkte Wirtschaftskommunikation“? „Wichtig war es für uns, einen Begriff zu finden, der nicht belegt ist. Das ist der eine Aspekt und der Zweite ist, wir wollten ganz bewusst nicht auf englische Werbevokabeln setzen, sondern einen Begriff finden, der seinen Ursprung im deutschen Sprachgebrauch hat und eindeutig zuzuordnen ist“ erklärt der stellvertretende Vorsitzende Vok Dams die Begriffsfindung.

 

26.10.2006 Die Wirtschaftliche Entwicklung der Direkten Wirtschaftskommunikation

Rund 10,3 Mrd. Euro gaben deutsche Unternehmen im 2005 für Maßnahmen der Direkten Wirtschaftskommunikation oder anders gesprochen für Messeauftritte und Marketing-Events aus. Dies entspricht rund einem Sechstel der Kommunikationsausgaben in Deutschen Unternehmen. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie der Deutschen Post AG.*

Licht am Ende …?

Seit 2001 herrscht in Deutschland hinsichtlich Einkommensentwicklung, Konsumneigung und Konjunkturerwartung eine pessimistischere Stimmungslage. Die negative Anschaffungsneigung wird auf die hohen Energie- und Benzinkosten zurückgeführt. Sie belasten die privaten Haushalte mit 6,8 Mrd. Euro zusätzlich (180 Euro pro Haushalt/Jahr), wirken sich entsprechend negativ auf das Konsumverhalten und damit auf die deutsche Wirtschaft aus. Während die persönliche Einkommens- und Konsumsituation 2005 immer noch von Verunsicherung geprägt war, zeichnete sich bei den gesamtwirtschaftlichen Konjunkturerwartungen Ende 2005 ein offenbar positiver Trend ab. Der Export blieb auch im Jahr 2005 ein wichtiges Standbein der deutschen Konjunktur. Die Ausfuhr profitierte anhaltend von der inzwischen durch Lohnzurückhaltung und Konsolidierung erreichten internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

Leichter Zuwachs bei den Ausgaben

Das Jahr 2005 stand gesamtwirtschaftlich im Zeichen der Konsolidierung, was die Marketingausgaben belegen: in 2005 wurden 67,2 Mrd. Euro (2004: 66,9 Mrd. Euro) in Deutschland in kommunikationspolitische Maßnahmen investiert. Insgesamt stiegen damit die Aufwendungen um rund 300 Mio. Euro, was einem Zuwachs von 0,5% entspricht. Diese Hochrechnung schließt nicht nur die gesamte externe Wertschöpfungskette ein, sondern zugleich alle internen Aufwendungen der Kommunikationspolitik in Unternehmen.

Direkte Wirtschaftskommunikation ist wichtige Säule im Marketing

Maßnahmen der Direkten Wirtschaftskommunikation haben sich als wichtige Säule im Marketing neben klassischer, Direkt- und Online-Werbung sowie PR etabliert. 10,3 Mrd. geben Unternehmen hierfür aus. 

Steigende Investitionen in Messen/Events

Etwa 378.000 Unternehmen investierten 2005 in Messen und Events, dies entspricht 29% aller Unternehmen. Dabei stiegen die Durchschnittsaufwendungen von 24.300 Euro auf 27.300 Euro im Jahr womit deutlich wird, dass Messen und Events ein eher investitionsaufwendiges Marketing-Instrument darstellen und für kleine Unternehmen deshalb von geringerer Bedeutung sind.

Rund 4 Mrd. Euro und damit den größten Anteil der Kommunikationsausgaben haben die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes in die Direkte Wirtschaftskommunikation investiert. Mit 37 % floss der größte Anteil der Spendings in die B2B-orientierte Kommunikation. Zwar hat der Handel einen höheren Nutzeranteil (35%) als das verarbeitende Gewerbe (30%), aber höhere Durchschnittsausgaben von 43.300 Euro weisen darauf hin, dass das verarbeitende Gewerbe bedeutend mehr in seine Messeauftritte und Marketing-Events investiert.

Knapp drei Viertel der Investitionen für Direkte Wirtschafts-kommunikation fließen in Messeauftritte

Insgesamt repräsentiert der FAMAB ein Umsatzvolumen von rund 2,5 Mrd. Euro, dies entspricht ca. der Hälfte der Ausgaben von Auftraggebern an Messebau-Unternehmen, Marketing-Eventagenturen und Messe-Architekten/Designer.

Schätzungen des AUMA und eigener Erhebungen zufolge fließen rund 70 bis 75 % der Ausgaben für Direkte Wirtschaftskommunikation in Messen und ca. 25 bis 30 % in Marketing-Events. Wobei sich die Situation im Handel anders darstellt, nur wenige Handelsunternehmen sind im großen Stil auf Messen präsent, vielmehr investiert diese Gruppe insbes. in Promotion-Events. Insgesamt sind die Werte für den Bereich der Marketing-Events damit höher als im Event-Klima 2005 erhoben. Dies ist vor allem auf eine unterschiedliche Erhebungssystematik zurück zu führen.

Wirtschaftliche Situation im Messebau

Leichtes Wachstum in 2005, Erholung in 2006 und ein zufrieden stellendes Jahr 2007 so lautet die Perspektive für den Messebau in Deutschland. Dieses Ergebnis brachte die Befragung der Mitglieder des Forum Messe und Ausstellung (FMA) im FAMAB im September 2006. Hierin spiegelt sich die positive Entwicklung der Veranstaltungen 2005 wider. Erstmals seit 2001 sind alle Parameter der Messewirtschaft positiv: So stiegen Aussteller- (Inland wie Ausland), Besucher- und vermietete m²-Zahlen im Vergleich zu den jeweiligen Vorveranstaltungen wieder an. Der positive Trend setzt sich im ersten Halbjahr 2006 fort. Die Ausstellerzahlen der internationalen Messen lagen um gut 1 Prozent über denen der jeweiligen Vorveranstaltungen (Gesamtjahr 2005: +2,6 %); auch die vermieteten Flächen wuchsen um knapp ein halbes Prozent (2005: +0,6 %). Die Besucherzahlen der internationalen Messen in Deutschland lagen rund 2,5 Prozent über denen der jeweiligen Vorveranstaltungen.

Die Zeichen der leichten Erholung lassen die FMA-Mitglieder entspannter in die Zukunft blicken: Die Situation der Branche sehen sie befriedigend (2,9), während sie dem eigenen Unternehmen eine „Zwei-Minus“(2,7) geben. Die Perspektive für 2007 klingt nach den letzten fünf Jahren fast euphorisch, so wird die Situation für die eigenen Unternehmen mit durchschnittlich „gut“ (2,3) bewertet. Für die Branche insgesamt ist man ein wenig pessimistischer (2,7).

Auswirkungen auf die Anzahl der Mitarbeiter hat der leichte Aufschwung kaum. Nachdem in 2004 die Anzahl der Beschäftigten um 7,5% auf 8.304 stieg, ist sie in 2005 (8.221) nahezu konstant geblieben.

Diversifizierung

Betrachtet man den Umsatz der FMA-Mitglieder, so ist dieser von 1,625 Mrd. Euro in 2004 auf 1,712 Mrd. Euro in 2005 gewachsen, für 2006 werden vorsichtig geschätzt 1,750 Mrd. Euro erwartet. Hintergrund für die Stagnation auf hohem Niveau ist zum einen die Steigerung der bebauten Quadratmeter auf Messegeländen zum anderen aber auch die Diversifizierung der Unternehmen. So wurden in 2004 5,128 Mio. Quadratmeter von FMA-Mitgliedern auf Messegeländen überbaut, in 2005 waren es 5,451 Mio. und in 2006 wird eine ähnliche Größenordnung erwartet. Die Anzahl der gebauten Stände entwickelte sich von 52.798. in 2004 auf 53.907 in 2005. Für 2006 wird erwartet, die Marke von 54.000 Ständen zu überschreiten.

Fast ein Sechstel ihrer Dienstleistungen erbringen die Messebau-Betriebe inzwischen aber außerhalb von Messegeländen, beispielsweise bei Road-Shows oder Marketing-Events. Dies entspricht rund 985 Tsd. Quadratmeter in 2005.

Internationalisierung

Deutlich erkennbar ist auch der Trend zur Internationalisierung: Ein Viertel des Umsatzes erzielen die Mitglieder des FMA inzwischen mit ausländischen Auftraggebern, weitere 18% werden mit Aufträgen im Ausland erwirtschaftet. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren waren es 15,3% des Umsatzes, der mit ausländischen Auftraggebern bzw. 11,6% der im Ausland erzielt wurde.

Messebau-Unternehmen im FMA ist es damit gelungen, ihre Kompetenzfelder zielgerichtet und systematisch auszubauen und sich so ein Stück unabhängiger vom Messewesen in Deutschland zu machen. So ist das leicht überdurchschnittliche Wachstum und der positive Blick auf die wirtschaftliche Situation zu erklären.

Die Entwicklung in der Live-Kommunikation

Auf Grund einer veränderten Erhebungssystematik wurden die Ergebnisse der Mitglieder des Forum Marketing-Eventagenturen (FME) für den Zeitraum ab 2004 nach unten korrigiert. Ein Grund hierfür ist, dass man sich auf ein niedrigeres Hochrechnungsniveau durch eine Basiskennzahl von 50 Agenturen entschieden hat. Aus diesem Grund wird ein Vergleich der Branchendaten erst ab 2004 durchgeführt.

Der Umsatz (Billings) der FME-Mitglieder betrug 2004 334 Mio. Euro, 30 % hiervon machte der Honorarumsatz (Gross Income) aus. Dies entspricht 110,2 Mio. Euro. Für 2005 konnten die im FME organisierten Agenturen ein Wachstum von Umsatz und Honorarumsatz um rund 20 % realisieren. Dies entspricht nicht dem Branchendurchschnitt, der geringer angesiedelt ist. Hieran kann einmal mehr erkannt werden, dass im FME die Besten der Branche organisiert sind. Für 2005 ergeben sich damit Umsatzzahlen von 405,1 Mio. Euro Billings und 119,84 Mio. Euro Gross Income. Für 2006 werden, bedingt auch durch die Sonderkonjunktur der Fußballweltmeisterschaft 527 Mio. Euro Umsatz und 156 Mio. Euro Honorarumsatz erwartet.

Positiv zeigt sich neben dem Umsatz auch die Personalentwicklung: Um 5,9% stieg die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter von 2004 auf 2005 in einer FME-Agentur. In einem schwierigen Umfeld, bei dem zwar die Umsätze und Honorare überdurchschnittlich wuchsen, dies aber keinen Effekt auf die Margen hatte, zeigt sich das Berufsfeld der Live-Kommunikation als zukunftsträchtig.

Anzahl der Veranstaltungen

Die Anzahl der in 2005 durchgeführten Veranstaltungen betrug 4.350 und entspricht damit exakt dem Vorjahreswert. Allerdings ist eine Verschiebung ins Ausland zu erkennen: Waren es in 2004 noch 3750 Veranstaltungen in Deutschland, waren es in 2005 nur 3600. Dafür fanden 2005 750 Marketing-Events im Ausland statt im Vergleich zu 500 in 2004. Für 2006 wird ein massiver Anstieg bei den Veranstaltungen im Inland erwartet, bedingt durch das sportliche Großereignis in diesem Sommer.

Eventarten

Betrachtet man die Aufteilung des Umsatzes nach Eventarten, so machen Corporate Events mit einem Anteil von 54% weiterhin das Gros des Umsatzes bei Eventagenturen aus. An zweiter Stelle stehen Public-Events mit knapp 20%, gefolgt von Mitarbeiter-Events/Incentives mit rund 10%. Etwas abgeschlagen rangieren Promotion Events (7,1%), Exhibition-Events (2,8%)und sonstige Events (7,9%).

Betrachtet man das durchschnittliche FME-Mitglied, so stellt es sich in 2005 wie folgt dar: 27 Mitarbeiter führten insgesamt 87 Veranstaltung durch und erwirtschafteten einen Umsatz in Höhe von 6,68 Mio. Euro und ein Gross Income in Höhe von 2 Mio. Euro.

Für die Bereiche Messe-Architektur/-Design und Event-Catering fehlen bislang noch detaillierte Daten.

Der Ausblick in die Zukunft 

Positiv sehen die Mitglieder des FME die wirtschaftliche Situation ihrer Betriebe. So benoten sie auf einer Schulnotenskala ihr eigenes Geschäft in 2005 mit 2,3 für 2006 und 2007 erwarten sie eine 2,2. Die Branche betrachten sie kritischer: 2,7 in 2005 und 2007 und eine 2,3 für 2006.

Ausblick auf die Direkte Wirtschaftskommunikation in 2006

Gegenwärtig herrscht im deutschen Kommunikationsmarkt ein deutlicher Stimmungswandel. Rechneten im Herbst 2005 lediglich 30% der im ZAW zusammengeschlossenen Verbände der werbenden Firmen, Agenturen, Medien und Forschung mit wachsenden Werbeausgaben, sind es im Frühjahr 2006 bereits 58%. Auch die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage Deutschlands fällt spürbar positiv aus. So beurteilen jetzt 53% der Unternehmen die Konjunktur ihres Wirtschaftszweiges als „steigend“ gegenüber 27% im Herbst des Jahres 2005. Sorgen bereitet jedoch die zum 01.01.2007 kommende Mehrwertsteuererhöhung von 16% auf 19%. Hier werden dämpfende Effekte für den deutschen Kommunikationsmarkt befürchtet. **

 

*Bei der Direktmarketing-Studie der Deutschen Post AG handelt es sich um eine Repräsentativerhebung. Von insgesamt 2.784.000 Deutschen Unternehmen wurden 2918 Unternehmen mit einem Jahresumsatz > 0,25 Mio. Euro und 694 Unternehmen mit einem Jahresumsatz < 0,25 Mio. Euro befragt. Aufgrund des Untersuchungsansatz und der großen Stichprobe sind die Daten als valide zu bewerten

 

** Quellen: AUMA, Direkt-Martketing-Studie der Deutschen Post AG, ZAW, eigene Erhebungen.

01.12.2006 Eigentlich ganz einfach: ADAM 2006

Ein paar Einreichungen weniger als im Vorjahr, das sollte die Arbeit der Jury in diesem Jahr einfacher machen. – So dachten alle, zumindest bis zum Tag der Jury-Sitzung.

Wieder war es ein langer Tag von morgens neun bis abends acht und wieder wurde gesichtet, geblättert, gelesen, überprüft, bepunktet und diskutiert, bis alle Jury-Mitglieder mit der Entscheidung der Preisvergabe einverstanden waren. Ein Ordner voll mit Messekonzepten bietet den entsprechenden Diskussionsstoff. Am Engagement der Juroren, für ein Projekt zu fighten oder die Platzierung eines anderen zu hinterfragen, erkennt man, wie wichtig es der Jury ist, ein einheitlich hohes Qualitätsniveau über alle Größenklassen hinweg zu finden.

Wohltuend und einzigartig wird die Diskussion der ADAM-Jury von allen Beteiligten bewertet, denn in der Jury sitzen nur Vertreter von Unternehmen, Agenturen und Dienstleistern, die nicht zu den Einreichern zählen. Offener Diskurs ist deshalb an jeder Stelle einer Jury-Sitzung möglich.

Allgemein betrachtet, lässt sich feststellen, dass diesmal die Preisträger vom Prinzip „less is more“ geprägt sind. Die prämierten Auftritte zeigen überwiegend klare Strukturen und eine prägnante Formensprache. Die Antwort auf die Komplexität von Informationen und Produktneuheiten lautet ganz offensichtlich Reduktion auf das Wesentliche bei der Standinszenierung. Ein Trend, der mit einer besseren Vernetzung mit anderen Kommunikations-Maßnahmen einhergeht und so Messebeteiligungen zu Messeauftritten macht. 

Schwierig war auch in diesem Jahr:

Es ballten sich die Einreichungen insbesondere in zwei Kategorien. Dabei ist es besonders bedauerlich, dass nur wenig kleine Messestandprojekte eingereicht wurden, obwohl, wie wir alle von Messebesuchen wissen, gerade auf diesem Gebiet sehr kompetente und beeindruckende Lösungen erarbeitet werden. Deshalb ermutigt die Jury auch an dieser Stelle die Messedesigner genauso wie die Aussteller, sich auch stärker mit kleinen Projekten zu bewerben.

Die heterogene Jury führte zu homogenen Entscheidungen:

• Uwe Ansorge, Design Company Agentur GmbH
• Christiane Appel, m + a Verlag
• Udo Beckmann, Beckmann Messe & Event GmbH
• Wolfram Lusche, Bayer AG
• Hans Werner Reinhard, Messe Düsseldorf
• Rainer Schilling, Design Brand
• Stefan Tiensch, A-DES Architektur – Design GmbH
• Frank Tommek, Holtmann Messe + Event GmbH
• Nicolo Ueberholz, Ueberholz GmbH

Fakten zu ADAM

ADAM steht für Award der ausgezeichneten Messeauftritte. Er wird vom FAMAB e.V. für herausragende Messebeteiligungen vergeben.

Eine unabhängige Jury beurteilt im Rahmen des Preises Architektur und Design ebenso wie die erfolgreiche Kommunikation der Marketing- und Unternehmensziele durch den Messeauftritt.

Vergeben wird ADAM in den Kategorien:

S – Messeauftritte bis 50 m²
M – Messeauftritte bis 150 m²
L – Messeauftritte bis 500 m²
XL – Messeauftritte bis 1500 m²
XXL – Messeauftritte über 1500 m²

Prämiert werden mit ADAM 2006 Projekte, die zwischen dem
1. Januar 2005 und dem 30. Juni 2006 stattgefunden haben.

ADAM in Zahlen:

80 Einreichungen
14 Preisträger

davon:

3 x Gold
6 x Silber
4 x Bronze
und ein Sonderpreis „Nachwuchs“

 

01.12.2006 Zum zehnten Geburtstag von EVA

Bei der Jubiläumsveranstaltung zum zehnten Geburtstag des anerkannten Branchen-Award feierten rund 1.000 Teilnehmer am Freitag in Düsseldorf die 14 EVA-Gewinner. Und statt Topfschlagen und Schokolade-Wettessen gab es sechs neue Einreichungskategorien und ein überarbeitetes Bewertungsschema.

Eines gleich an dieser Stelle: Die neuen Kategorien, die sich strikt an der Zielgruppenansprache ausrichten, sind ein voller Erfolg. Eine fast gleichmäßige Verteilung der Einreichungen auf einem vergleichbaren Qualitätsniveau machte die Arbeit der Jury einfacher und die Ergebnisse transparenter.

Mit der Umstrukturierung der Kategorien gelingt deshalb die Funktion von EVA, als Benchmark der Live-Kommunikation noch besser. Die höhere Transparenz ermöglicht den Blick auf die Highlights eines ganzen Jahres. Und was Highlight ist, hängt von einer Reihe von Faktoren ab: Es spielen kreative Konzeption, didaktische Informationsvermittlung und dramaturgische Inszenierung im Zusammenhang mit emotionalen sowie rationalen Komponenten und definierten Zielen des Kunden eine entscheidende Rolle. Hinzu kommen logistische, technische, organisatorische und finanzielle Aspekte. Damit bewertet EVA als einziger Award Maßnahmen der Live-Kommunikation ganzheitlich und nicht ausschließlich unter dem Blickwinkel der Kreativität.

Weiter ist der Preis einzigartig durch die Zusammensetzung der Jury: Unternehmen, Agenturen und Dienstleister, die sich an EVA beteiligen, sind von einer Jury-Teilnahme ausgeschlossen. Dies ermöglicht jederzeit einen offenen Diskurs im Sinne des besten Ergebnisses. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, stehen hinter EVA eine Reihe von Menschen, die in einer kompetenten interdisziplinären und unabhängigen

Jury arbeiten.

Auch dieses Jahr war Jury-Arbeit harte Arbeit, denn es galt vor der Sitzung einen Aktenordner voll Konzepte zu sichten und eine Vorauswahl zu treffen. Während des Meetings wurden dann sämtliche Projekte mittels Video und Präsentationsmaterialien genauer unter die Lupe genommen. Am Ende standen die Benotung der Projekte und die Diskussion der Ergebnisse. 13 Stunden, in denen es um die Sache ging, und die lautete:

die Besten der Besten zu finden.

EVA-Jury 2006:

• Ulrich Börger, Heidelberger Druck
• Jörn Huber, pro event live-communication GmbH
• Mark Jänsch, UGW Event
• Dr. Frank Neuhaus, DKV Deutsche
  Krankenversicherung AG

• Lutz Nebelin, Jung von Matt / Relations
• Andre Sari, CCS Gruppe
• Dr. Walter Werhahn, Event Partner
Birgit Zander, Zander & Partner Eventmarketing

Moderiert wurde die Jury-Sitzung in diesem Jahr von Christian Timmer.

Fakten zu EVA

EVA steht für Event-Award. Er wird vom Forum Marketing-Eventagenturen (FME) für herausragende Marketing-Events und Maßnahmen der Live-Kommunikation vergeben.

Eine kompetente und unabhängige Jury beurteilt im Rahmen des Preises, ob in Projekten und Kampagnen Marketing-Botschaften besonders erlebnisorientiert und erfolgreich umgesetzt wurden.

Vergeben wird EVA in den Kategorien:

  • Charity-/Social-/Cultural-Events
  • Consumer-Events
  • Corporate-Events
  • Exhibition-Events
  • Mitarbeiter-Events
  • Public-Events

Prämiert werden mit EVA 2006 Projekte, die zwischen dem 1. Januar 2005 und dem 30. Juni 2006 stattgefunden haben.

EVA in Zahlen:

96 Einreichungen
14 Preisträger

davon:

4 x Gold
3 x Silber
6 x Bronze
und ein Sonderpreis „Logistik“

 

04.12.2006 8. Deutscher Eventtag

Begegnungskultur Menschen >< Medien >< Marken, so lautete das Motto des 8. Deutschen Eventtags. Auch in diesem Jahr ganz sicher ein Branchenhighlight. Denn nicht nur die namhaften Referenten, alle Spezialisten auf ihrem Gebiet, gaben der Veranstaltung Gewicht. Das Potenzial, das die Begegnungskultur im Rahmen der Live-Kommunikation in sich trägt, wurde im Rahmen der Veranstaltung anschaulich beleuchtet.

Denn der Deutsche Eventtag ist das Branchenforum, das Impulse für die Entwicklung des Marktes gibt. Er ist Guideline und Prüfschnur zugleich und nicht zuletzt ist er Kommunikationsplattform für den Diskurs – auch den kontroversen.

Gestartet ist der wichtigste jährliche Branchentreff mit einer „tierischen“ Key-Note: Jörg Adler, Zoodirektor des Allwetterzoos in Münster zeigte höchst unterhaltsam, wie das Miteinander der Artgenossen, menschlich genauso wie tierisch, funktioniert und warum es an der einen oder anderen Stelle noch an der Begegnungskultur hapert.

Im Anschluss wurde im Rahmen des Medienpartnertalks gemeinsam mit Event Partner und m+a-Report die künstlerisch kreative Sicht der Begegnungskultur beleuchtet und die folgenden Workshops und deren Leiter vorgestellt.

 Die Qual der Wahl hatten die Besucher der Veranstaltung im Anschluss, denn es galt sich für Zwei aus Vier zu entscheiden.

Workshop Session I:

„Begenungskultur = Der Bewegungsspielraum einer Marke“ hieß es bei Hans-Joachim Schmitz und Georg Stark. Sie beschäftigen sich in einem Stehgreifspiel dem Thema wie Eventveranstaltungen bewegen, um Kunden zu gewinnen, Produkte zu verkaufen, Mitarbeiter zu motivieren, Investoren zu überzeugen,…Sie zeigten überzeugend, dass sich Erfolg einstellt, wenn die Firma ihrer Kundschaft, ihren Mitarbeitern oder ihren Shareholdern auch noch in einer marken-typischen Weise begegnet.

„Ganzheitliches Markenerlebnis durch Begegnungsqualität“ meint der „Sternhüter“ Helge Hinner. Neue Kommunikations- und Erlebnisplattformen zu kreieren und zu inszenieren ist eine Sache, die Plattformen zum Leben zu erwecken eine andere. Hier ist der zwischenmenschliche Dialog gefragt. Ob bei der Einführung der E-Klasse oder bei einem Partner-Projekt mit der Gemeinde Lech rund um den neuen Mercedes-Geländewagen. Kommunikation auf Augenhöhe, den Kunden / potentiellen Kunden als Gast behandeln, im Sinne von persönlicher Wertschätzung. Das ist Marketing subtil und einprägsam.

Workshop Session II:

„Prozess- und Event-Management: Friend or Foe?“ fragten Bettina Hermes und Dr. Oliver Thomas. In Ihrem Workshop ging es um das Management von Veranstaltungen jeder Art, die ein interdisziplinäres Aufgabenfeld darstellen, dem sich nicht nur die Praxis, sondern auch Forschungseinrichtungen aus den unterschiedlichsten Bereichen widmen.

„Marke zum Anfassen“ war der Inhalt des Workshops von Andreas Pogoda. Events können viel zum Erleben, Überzeugen und Verkaufen beitragen, werden sie strategisch richtig einsetzt. Wenn also Markenmanager tatsächlich über einen „neuen“ und ernstzunehmenden Kommunikationskanal verfügen, dann stellt sich die Frage nach der aktiven Integration des Eventmarketing in die Kommunikationsstrategie. Ob Ratiofarm oder Hansano, gelungene Beispiele für erfolgreiche Integration gibt es inzwischen einige.

Fließend war dann der Übergang vom fachlichen zum fröhlichen, denn es galt die Preisträger der ADAMs und EVAs des Jahres 2006 zu feiern. Insgesamt 28 Projekte wurden in diesem Jahr ausgezeichnet. Und damit das ganze nicht mit knurrendem Magen erfolgen musste, boten die neun LECA-Caterer wieder vielerlei Köstlichkeiten, außergewöhnliche Begegnungen sind dabei garantiert. 

Zum Abschluss noch ein paar Fakten des Deutschen Eventtags:

1     Agentur – Concept X aus Rheine
2     Veranstaltungstage
3     Auf- & Abbautage
9     LECA-Caterer
14   Speaker (Referenten, Moderatoren und Gastredner)
17   Jury-Mitglieder von ADAM und EVA

28   ADAM- und EVA-Gewinner
45   Sponsoren der Veranstaltung
63   Fachaussteller auf der EuroExpoEvent
75   Personen für Auf- & Abbau sowie Durchführung
176 Einreichungen zu ADAM und EVA
Ca.1.000  Gäste
10.000 qm  Veranstaltungsfläche

 

06.12.2006 FAMAB-Jahreshauptversammlung

Der FAMAB startet 2007 offiziell mit neuem Namen, mit einem alten neuen Vorstand und zwei neuen Mitgliedern des Fachvorstands FMA in das Jahr. Damit blieben Überraschungen bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung aus. Diese war wie im Vorjahr zweigeteilt, fand sie am Nachmittag des 30. November und am Vormittag des 01. Dezember statt. Geprägt war der erste Abschnitt von Wahlen und Regularien, der zweite Teil von einem Ausblick in die Zukunft und Berichte aus den Foren.

Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden Claus Holtmann und seinen Stellvertreter Vok Dams, die sich noch einmal intensiv mit der Umbenennung des FAMAB von „FAMAB Fachverband Konzeption und Dienstleistung Design . Exhibition . Event“ in „FAMAB Fachverband Direkte Wirtschaftskommunikation“ beschäftigten, ging es gleich in „medias res“: Einstimmig bestätige die Mitglieder­versammlung das Votum der einzelnen Foren für eine Namensänderung. Intensiv diskutiert wurde dann im Anschluss die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags. Ent­schieden haben sich die Delegierten für eine Beitragssteigerung um 7,5% und ein Koppelung an die Inflationsrate des jeweiligen Vorjahres.

Wahlen 

Umso einmütiger ging es dann an das Thema Wahlen: Claus Holtmann, seit sechs Jahren an der Spitze des FAMAB, und seit zehn Jahren Vorstand des FAMAB wurde mit überwältigender Mehrheit für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt. Rudolph Pettenpohl fasste in einer kurzweiligen Rede als kleines Dankeschön unter dem Titel „Was es über Claus zu sagen gibt“ seine heraus­ragenden Eigenschaften Glaubwürdigkeit und Besonnenheit zusammen. Auch ließ er es sich nicht nehmen einen kurzen Ausblick auf die Zukunft des Verbandes zu werfen: „Wir werden in den nächsten Jahren die unsinnigen Barrieren zwischen above- und below-the-line niederreißen müssen. Diese Barrieren sind getragen von Nabelschau und Dünkel, Selbstverliebtheit der jeweiligen Partei, sind aber blank einer Sehweise, die zukünftig die einzig zulässige sein wird: die unserer Kunden.“

Mit ähnlicher Zustimmung wurden Vok Dams, seit 1997 im Vorstand des FAMAB und seit vier Jahren zweiter Vorsitzender sowie Bernd Ambrosius, seit drei Jahren Finanzvorstand in ihren Ämtern bestätigt.

Bedingt durch die Rücktritte von Bernd Weimer und Thomas Schüttpelz gab es gleich zwei Veränderungen im Fachvorstand des FMA, Forum Messe und Ausstellung: Bruno Meißner und Sabine Türke wurden neu in den Vorstand gewählt, Linda Barozzi in ihrem Amt bestätigt. Für alle gilt die Wahlperiode vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2008. Bruno Meißner ist dabei kein Unbekannter, war er bereits sechs Jahre Vorsitzender des FAMAB.

Last but not least wurde Farroch Radjeh als Fachvorstand für das Forum LECA, Leading Event Caterer Association, in seinem Amt für zwei weitere Jahre bestätigt. Weitere Wahlen standen nicht auf der Tagesordnung. 

Projekte in 2007 

Umfangreich sind die Angebote und Projekte des FAMAB und seiner Foren für das Jahr 2007. So wurde der Ausbau der Internetplattform beschlossen. Nächste Schritte sind das Angebot eines Newsletters, der Ausbau des Mitgliederbereichs inklusive einer Plattform für die Veröffentlichungen von Pressemitteilungen aus den Reihen der organisierten Unternehmen. Im Herbst 2007 wird der FAMAB eine Fachstudienreise nach Indien organisieren. Ziele sind die Eruierung von Locations, der Besuch von Messen und Messegeländen sowie der Aufbau von Kontakten in einen der „most emerging markets“.

Das FME wird 2007 seine Studie EventKlima erneut auflegen und arbeitet an einem Qualitätsmanagement für die Messung der Kundenzufriedenheit.

Das FMA hat mit seinem Starterpaket ein Angebot für Erstaussteller geschaffen, das es in 2007 zu vermarkten gilt unter anderem auch über das International Chapter mit dem man gemeinsam den amerikanischen Markt bearbeiten wird. Ziel ist es neue Aussteller für deutsche Veranstaltungen zu gewinnen und diese mit attraktiven Komplettangeboten vor Ort zu betreuen.

Auch das „Ehren“ kam bei der Jahreshauptversammlung nicht zu kurz, so wurde Elfie Adler noch einmal für ihr 25-jähriges Engagement für den FAMAB gedankt, Gabriele Ebel und Axel Auf der Masch erhielten einen Dank für fünf Jahre Arbeit bei der ESG und gleich acht FAMAB-Mitglieder wurden für ihr Engagement im Bereich der Weiterbildung ausgezeichnet. Es sind die Unternehmen: Atelier Türke, conform, Display Messebau, mac, Profair, Schendel & Pawlaczyk, Walbert-Schmitz sowie Waskönig. Alle haben im Laufe der letzten zehn Jahre im Rahmen von FAMAB-Fortbildungsveranstaltungen dafür gesorgt, dass ihre Mitarbeiter auf dem „Stand der Dinge“ blieben.

Und auch Networking stand auf dem Programm: Am Abend des 30. November trafen sich alle Mitglieder zu einem gemütlichen Abend mit viel Kommunikation in der Olives-Bar im Zentrum von Düsseldorf. Man stimmte sich schon hier auf den folgenden Tag ein, der ganz im Zeichen der Begegnungskultur stand.

 

Pressekontakt

Uta Goretzky
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
phone:    +49 05242 9454-14
email:        Uta.Goretzky@famab.de

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Der FAMAB Report ist eine jährliche Publikation des Verbandes. Er steht auch als Insertionsmedium zur Verfügung.