Ausgewählte Pressemeldungen 2007/2008

22.02.2007 FMA-Branchenbrief ist erschienen

Der aktuelle Branchenbrief des Forum Messe und Ausstellung, FMA, ist erschienen. Basierend auf Daten aus 2005 und 2006 gibt er einen Überblick über die wirtschaftlichen Entwicklungen der Vergangenheit und bietet einen Ausblick auf das Jahr 2007.

Bereits zum dritten Mal legt das FMA einen Branchenbrief mit dem Ziel vor, Unternehmen aus Messebau und angrenzenden Branchen eine unabhängige Einschätzung der Branche und ihrer Entwicklung an die Hand zu geben. Bekanntester Zweck ist die Verhandlung mit Banken.

Kompakt, auf acht Seiten werden in dem Schriftstück Grundlagen zur Branche, Trends und Entwicklungen dargestellt. Quelle hierfür bilden u.a. unabhängige Studien wie der Messetrend des AUMA, oder das Werbeklima von GfK und Wirtschaftswoche.

Eine allgemeine Einordnung der Branche und ihrer Strukturen, die den Spezifika des Messewesens Rechnung trägt, bietet jedem einzelnen Unternehmen die Möglichkeit, sich zu kategorisieren oder auch die spezifischen Unterschiede herauszuarbeiten.

Abschluss des Branchebriefs bietet eine Checkliste zur Einschätzung der Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens. Gemeinsam mit der Hausbank ausgefüllt, bietet sie eine gute Grundlage für die eigene Bonitätsbewertung.

Der Branchenbrief steht als Download unter www.fma-net.de zur Verfügung und kann in gedruckter Form in der FAMAB-Geschäftsstelle unter info at famab.de%20bezogen%20werden.

10.04.2007 Neun Fragen an den FMA-Präsidenten Bruno Meißner
  1. Wie viele Mittelständler greifen für ihre Messestände eigentlich auf die Hilfe professioneller Standbau-Unternehmen zurück?
    BM: Das ist schwer zu schätzen, da es hierzu keinerlei Erhebungen gibt, aber ich schätze es ist rund die Hälfte der Unternehmen.
  2. Warum tun sie das? Vor allem Handwerksbetriebe könnten ihren Stand doch wahrscheinlich auch selbst konzipieren und bauen?
    BM: Messebau-Unternehmen sind Spezialisten in ihrem Metier. Sie konzipieren und produzieren Messestände effizient und damit kostengünstig für ihren Auftraggeber. Ein Unternehmen mag die technischen Voraussetzungen im Hause haben, um einen Messestand zu produzieren – aber kennt es auch die Einfahrtsregeln in Hannover oder die Brandschutzvorschriften in Frankfurt? Hat es schon einmal von der Musterversammlungsstättenverordnung gehört? Es gibt genügend Fälle, in denen Messestände aufgrund von fehlender Sachkenntnis von einer Messegesellschaft nicht abgenommen wurden. Sie mussten dann kurzfristig und damit teuer umgerüstet werden.
  3. In welchen Bereichen nehmen Mittelständler die Dienstleistungen Ihrer Mitglieder in Anspruch? (Konzeption, Bau, Lagerung, Transport zum Messegelände, Montage (Auf- und Abbau), technischer Service vor Ort) 
    BM: Kleine und mittelständische Unternehmen nehmen alle Leistungen in Anspruch, die ein Messebau-Dienstleister anbietet. Viele mittelständische Unternehmen sind stark im B2B-Bereich aktiv und hier sind Messen eine ganz wichtige Marketing- und Vertriebs-Maßnahme. Dies bestätigt übrigens auch die jüngst erschienene Studie Event-Klima 2007 des FME.
  4. Wie hat sich die „Wertschöpfungstiefe“ von Ausstellern dabei in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten verändert?
    BM: Es gibt immer wieder einmal Wellenbewegungen zwischen In-house-Produktion und Out-sourcing, langfristig betrachtet gibt es hier allerdings kaum Veränderungen.
  5. Wie ist der Markt für Dienstleistungen rund um den Messestandbau strukturiert?
    BM: Der Markt lässt sich in drei große Gruppen einteilen: Die Messearchitekten und -Designer, die Fullservice-Messebau-Unternehmen und die spezialisierten Dienstleister.
    Messearchitekten entwickeln Kommunikationsdesign, Produktinszenierungen und Markenwelten für Events, Messen, Ausstellungen und Brandparks. Sie sind allerdings eher bei größeren, aufwändigen Konzepten zu finden.
    Fullservice-Messbau-Unternehmen entwickeln den kompletten Messeauftritt und wickeln ihn auch ab. Hierzu zählen Messe-Kommunikation, -Konzeption und
    -Realisierung. Auf Wunsch des Kunden erbringen sie auch nur Einzelleistungen, das ist aber eher Ausnahme denn Regel.
    Spezialisierte Dienstleister bieten einzelne Leistungen rund um einen Messeauftritt an, das geht von A wie Auf- und Abbau über Beleuchtung, Medientechnik, Teppichboden bis Z wie Zeltbau. Spezialisierte Dienstleister werden häufig auch von Messebau-Unternehmen beauftragt im Sinne eines optimalen Kosten-/Nutzenverhältnis für den Aussteller.  
  6. Was zeichnet im Einzelnen die folgenden Marktgruppen aus (Konzept, Zielgruppe unter KMU, Beispielunternehmen, Kosten):
    1. Reine Messe-Architekten (s.o.)
    2. Reine Handwerksbetriebe (Messebauer)
      Die gibt es in dieser Form nicht bzw. nicht mehr.
    3. Full-Service-Agenturen
      Das sind Fullservice-Messbau-Unternehmen, die auch über eigene Werkstätten, Lager etc. verfügen
    4. Vermieter von Messeständen
      Das sind standardisierte Angebote der Messegesellschaften, die es dem Aussteller erleichtern sollen, sich an einer Messe zu beteiligen, die aber in vielen Fällen an Individualisierung und Beratung zu Wünschen übrig lassen.
  7. Welche Rolle spielen die Service-Töchter der Messegesellschaften für das Geschäft?
    (siehe Vermieter von Messeständen)
    BM:Jeder kennt sie, lange weiße Reihen in Systemmaterial gebaut, bei denen es dem Besucher schwer fällt, den Unterschied der einzelnen Aussteller zu erkennen. D.h. sie bieten in unseren Augen für den Aussteller die zweitbeste Lösung, denn sie beraten ihn zu wenig, beispielsweise bei der Standplatzwahl oder den begleitenden Maßnahmen die eine „condition sine qua non“ für einen erfolgreichen Messeauftritt sind.
  8. Worauf sollten mittelständische Aussteller generell achten, wenn sie ein Messebau-Unternehmen engagieren?
    BM: 1. Das die Chemie stimmt. 2. Das die Zusammenarbeit längerfristig angelegt wird, denn das reduziert die Kosten für einen Aussteller immens.
  9. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Standbau-Trends 2007? (Gestaltung/ Design, Technik, Standgröße, Grad der Auslagerung/ Full Service)
    BM: Eigentlich ist es eine Binsenweisheit: Reduzierung auf das Wesentlich ist bei einem Messeauftritt von entscheidender Bedeutung. Ob der Stand dann in Plexiglas oder Edelstahl gebaut wird, ist abhängig vom Unternehmen, hat aber wenig Auswirkung darauf, ob der Besucher die Kernbotschaft des Messeauftritts schnell und einfach erkennt.
09.07.2007 FMA erweitert sein Präsidium

Das Forum Messe und Ausstellung im FAMAB, FMA, hat auf seiner diesjährigen Sommertagung mit großer Mehrheit Axel von Hagen als zusätzliches Mitglied in sein Präsidium gewählt. Damit umfasst das Verbandsorgan jetzt fünf Mitglieder.

Neben dem neu gewählten Axel von Hagen und dem Präsidenten Bruno Meißner gehören dem Präsidium Linda Barozzi, Sabine Türke und Jörg Kohlhaas an. Kohlhaas stand bei der Sitzung zur Wiederwahl und wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Auch kandidiert er im Herbst wieder für den Posten des Fachvorstands im FAMAB. Während von Hagen seinen Schwerpunkt in der internationalen Arbeit sieht, will sich Kohlhaas vor allem in der Qualifizierung von Mitarbeitern der Migliedsbetriebe engagieren.

Die FMA-Sommertagung fand in diesem Jahr in Bielefeld statt. Als Tagungsort wurde eine ehemalige Kirche, das heutige „Glück und Seligkeit“ gewählt. Ob es diese Umgebung oder der ausgeglichene Kohlenhydratspiegel nach dem Besuch der Dr. Oetker Erlebniswelt war, der zu einer sehr angenehmen Tagung führte, kann an dieser Stelle nicht geklärt werden. Trotzdem waren die anwesenden rund 60 Mitglieder sehr zufrieden mit den Ergebnissen des Zusammentreffens.

 

19.09.2007 Startschuss für das Starterpaket

Laut AUMA-Analyse gibt es jährlich rund 3.500 deutsche Unternehmen die zum ersten Mal auf einer Messe ausstellen. Um diese zu zufriedenen Langzeitausstellern zu machen, startet der FAMAB sein Projekt „Starterpaket“ oder anders gesagt: „Für Euro 140,- pro Quadratmeter zum Messeerfolg“.

Unternehmen, die sich erstmalig mit Fragen nach Platzierung, Standbau, begeleitenden Maßnahmen, Personalschulung, Technischen Richtlinien,… auseinandersetzen müssen, stehen oft vor einem Berg an Fragen, der ihnen schnell die Lust an einer Messebeteiligung nimmt. Zwar gibt es eine Reihe von Kompendien zu diesem Thema, auch bieten Messegesell­schaften Standardpakete an. Doch eine umfassende Lösung inklusive einer persönlichen Beratung, die zu einem Festpreis angeboten wird, das ist ein Novum.

Mit dem Starterpaket schließt der FAMAB diese Lücke. Eine Gruppe von Messebaubetrieben bietet zum fixen Preis von 140,- Euro pro Quadratmeter einen Messeauftritt für „junge“ Aussteller. Dabei geht es an erster Stellen nicht um den Standbau sondern um eine umfassende Beratung zu Fragen der richtigen Zielgruppenansprache: Wen möchte ich erreichen? Was ist das Ziel meiner Messebeteiligung? Kenne ich meine potentielle Zielgruppe oder sind dies neue Kontakte für mich?

Erst wenn Ziele und Zielgruppe bekannt sind, geht es um die Platzierung des Messeauftritts und den eigentlichen Messestand. Doch damit nicht genug: auch Personalschulung sowie die begleitende Kommunikation, wie Pressearbeit, Einladungen, Broschüren, Anzeigen, Webauftritt, sind Themen, zu denen eine umfassende Beratung erfolgt und bei deren Umsetzung der Partner für den Messeauftritt gerne hilft. Auch die Anmeldung von Strom, Wasser etc., ist eine Leistung, die im Starterpaket eingeschlossen ist.

Unkompliziert und erfolgreich für den Aussteller, so stellt sich das jüngste Angebot des FAMAB dar. Mehr Infos zum Starterpaket gibt es in Kürze unter www.messe-starter.de

Pressekontakt

Uta Goretzky
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
phone:    +49 5242 9454-14
email:        Uta.Goretzky@famab.de