FME-Qualitätskodex
Transparenz und Sicherheit in der Direkten Wirtschaftskommunikation
Mitte Juni 2008 haben die Mitglieder des FME, Forum Marketing-Eventagenturen im FAMAB Verband Direkte Wirtschaftskommunikation sich einen Qualitätskodex gegeben.
Ziel der Maßnahme: Sicherheit und Transparenz für Auftraggeber.
Die Compliance Diskussion kommt nicht zur Ruhe: Überwachung, Vorteilsnahme, Schmiergeldzahlungen sind nur einige der Affären, die den Glauben an einwandfreies Geschäftsgebaren erschüttern. Neben den großen Konzernen geraten dabei auch ihre Dienstleister leicht wegen fehlender Transparenz in Misskredit.
Die FME-Mitglieder arbeiten proaktiv für größtmögliche Transparenz.
Der Kodex beinhaltet eine Ehrenerklärung, in der sich die Agenturen zur Wahrung ethischer Normen und Werte sowie zu nachhaltigem Handeln verpflichten. Weiter bezieht sich der Kodex auf die drei relevanten Ebenen im Eventmarketing:
- Die Leistungsfähigkeit und das Potential der Agentur,
- der effektive Ablauf des Projektmanangements und
- die Kommunikationswirkung des Marketing-Events und dessen Monitoring,
für die er Branchenstandards definiert.
„In allen drei Bereichen des Kodex haben wir besonderen Wert auf die Festschreibung von Maßnah- men und Abläufen gelegt, die die Transparenz im Miteinander von Kunde und Agentur fördern. So bietet sich gar kein Raum, in dem es bei Eventmaßnahmen zu Fehlverhalten zwischen Auftrag- geber und Auftragnehmer kommen kann,“ weiß FME-Präsidiumsmitglied Dr. Gerd Wirtz.
Gemeinsam mit Ulf Gassner zeichnet er innerhalb des Präsidiums für die Entwicklung des Qualitätskodex verantwortlich.
FME-Präsident Peter Texter sieht im Qualitätskodex einen weiteren wichtigen Schritt in der Etablierung der Branche als strategische Partner in der Kommunikation. Einen aktuellen Grund für die Etablierung des Kodex sieht Texter nicht: „Vorbeugen ist besser als heilen“, meint der FME-Präsident in diesem Zusammenhang, „wenn die Branche – auch zu unrecht – erst in den Schlagzeilen ist, entsteht ein irreparabler Schaden in ihrem Ansehen.“
Und der Mitautor und Psychologe Georg Stark glaubt, dass durch den Kodex: “die FME-Mitglieder zu einer Form der Zusammenarbeit mit ihren Kunden gebunden werden, die ihresgleichen sucht: Im Kodex werden Handlungsweisen postuliert, die von jedem FME-Mitglied aus seinem Selbstverständnis erfüllt werden wird. Dies hebt die FME Mitglieder einerseits aus der Masse der Event-Agenturen heraus und verleiht ihnen einen Vertrauens- und Kompetenzvorsprung. Anderseits werden durch den FME-Kodex „best practice“ Vorgehensweisen beschrieben, die als Richtschnur für das Zusammenarbeiten in der gesamten Branche Gültigkeit erwerben kann.
Entstanden ist der FME-Qualitätskodex in enger Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichem Beirat und FME-Mitgliedern. Autoren des in seiner Langform 27 Seiten umfassenden Papiers sind:
- Prof. Jörg Beier, BA Ravensburg,
- Werner Dierker, THE EVENT PEOPLE,
- Ulf Gassner, concept X,
- Ralph Scheurer-Lee, Quasar Communications,
- Prof. Helmut Schwägermann, FH Osnabrück,
- Ulrich Semblat, pro event,
- Georg Stark, Steinweg Institut,
- Dr. Gerd Wirtz, face to face gmbh
Prof. Helmut Schwägermann weiß aus wissenschaftlicher Sicht um die Bedeutung des Kodex für die Entwicklung der Branche: „Einerseits fließen in den Kodex konsequent die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft zu den Themen Qualitätsmanagement und Projektmanagement ein. Andererseits darf man nicht verkennen, dass die Wirkungsforschung von Live-Kommunikation, speziell für zyklische Eventstrukturen, noch in ihren Kinderschuhen steckt.“
„Trotzdem: Der Nutzen der Selbstverpflichtung liegt auf der Hand:
- Die Festschreibung der Verhaltensformen und Verfahrensnormen entlastet die Verständigung mit den Auftraggeber und Projektpartnern und erhöht so die Effizienz.
- Der FME-Qualitätskodex schafft Transparenz und Vertrauen und damit letztlich mehr Raum für Kreativität im Sinne des Erfolgs
- Der Verband dokumentiert seinen hohen Qualitätsanspruch. Er setzt für die gesamte Kommunikationsbranche neue Wertmaßstäbe und Entwicklungsimpulse und steigert das Ansehen der Branche und des FME. Das Qualitätsversprechen der Mitgliedschaft wird noch weiter gesteigert.
- Die Agenturen verschaffen sich beim Kunden vermarktbare Wettbewerbsvorteile.
Nächster Schritt in der Qualitätsoffensive: Der Qualitätskodex wird für die Foren FMA, FDA, LECA und FLP die speziellen Bedürfnisse überprüft und modifiziert, sodass in naher Zukunft alle Mitglieder des FAMAB nach einheitlichen Standards arbeiten werden.

